Neues Logo für Schleswig : Rückenwind für die Wikingerstadt

Der Schriftzug dient bei dem neuen Logo gleichzeitig optisch als Schiffsrumpf.
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Der Schriftzug dient bei dem neuen Logo gleichzeitig optisch als Schiffsrumpf.

Die Jury hat sich auf ein neues Logo für die künftige Vermarktung Schleswigs geeinigt. Beim Slogan sind noch zwei Varianten im Rennen.

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12. Mai 2015, 17:00 Uhr

Ein aufgeblähtes Rahsegel. In der Mitte ein langer Steven. All das zusammengesetzt aus fünf einfachen Bildelementen. So sieht er aus, der Gewinnerentwurf des Wettbewerbs, zu dem die Stadt Marketingexperten und Werbefachleute aus ganz Deutschland und Dänemark aufgerufen hatte, um ein neues Logo samt Slogan für Schleswig zu finden. Gestern nun präsentierte die Jury ihre Wahl – und damit die Vorschläge, mit denen sich die städtischen Gremien noch im Sommer beschäftigen werden.

„Die Entwürfe sollten einprägsam und kreativ sein und nicht zuletzt einen überregionalen Wiedererkennungswert aufzeigen“, erklärte Stefan Wesemann, Leiter der IHK-Geschäftsstelle in Schleswig, „das ist in diesem Fall definitiv gelungen.“ Die IHK war von der Stadt mit der Organisation des Wettbewerbs beauftragt worden. Einige Büros wurden daraufhin direkt angeschrieben, andere beteiligten sich initiativ an dem Auswahlverfahren. Am Ende gingen 66 Entwürfe aus ganz Deutschland und vereinzelt auch aus Dänemark ein. Die Jury (siehe Infokasten) nahm schließlich drei davon in die engere Wahl. „Auffällig war, dass beim Slogan über 90 Prozent der Marketingexperten das Thema Wikinger in den Mittelpunkt gestellt haben. Auch bei der Gestaltung des Logos war in 80 Prozent der Fälle ein entsprechendes Segel mit im Spiel“, sagte Wesemann.

Den Zuschlag bekommen hat schließlich ein Team aus Leipzig, dem neben Johannes Stacheder und Aljoscha Subke auch Lennart Sütterlin (27) angehört. Der Sohn der Lürschauer CDU-Bundestagsabgeordneten Sabine Sütterlin-Waack studiert zurzeit in der sächsischen Metropole Kommunikationsdesign. Einfluss auf die Entscheidung der Jury habe sein in der Region bekannter Nachname nicht gehabt, versicherte Wesemann. Sämtliche Entwürfe habe er den Mitgliedern anonym vorgelegt. Und so können sich Sütterlin und seine Mitstreiter jetzt zwar über ein Preisgeld in Höhe von 5000 Euro freuen und darüber, dass ihr Logo mit großer Wahrscheinlichkeit noch im Laufe dieses Jahres unter anderem auf Briefköpfen, Aufstellern oder auf der Homepage der Stadt prominent zu sehen sein wird. Ihr Slogan-Vorschlag („Schleswig – das Tor zum Wikingerland“) hat es aber nicht in die engere Auswahl geschafft.

Während sich die Jury beim neuen Markenzeichen bereits festgelegt hat, gibt es in puncto Slogan noch noch zwei Varianten, die zur Auswahl stehen – und die zunächst dem Kulturausschuss, später dann dem Hauptausschuss und zuletzt der Ratsversammlung vorgelegt werden sollen. Entweder läuft es dabei auf die Anfangsidee, die auch von der Schleswiger Wirtschaft favorisiert wird, hinaus: „Wikingerstadt Schleswig“. Oder aber der neue Slogan lautet: „Schleswig – die Stadt im Wikingerland“. „Wir haben jetzt eine breite und transparente Diskussion rund um das Thema geführt. Dass sich so viele Büros an dem Wettbewerb beteiligen und die meisten davon auch die Wikinger in den Fokus gerückt haben, freut mich ganz besonders“, sagte Bürgermeister Arthur Christiansen, der in diesem Zusammenhang betonte, dass man bei der Ausschreibung bewusst darauf hingewiesen habe, dass auch andere Aspekte in den Mittelpunkt gestellt werden könnten.

Auch Stadtmanager Rüdiger Knospe freute sich darüber, dass das Thema Wikinger, „als Alleinstellungsmerkmal von Schleswig“, zum zentralen Thema geworden ist. „Und bei diesem Logo ist es hervorragend umgesetzt. Die vollen Segel mit Rückenwind: Das hat auch etwas Symbolhaftes für Schleswig“, sagte Knospe und sprach von einem „wichtigen Mosaikstein in der künftigen Vermarktung der Stadt Schleswig“. Letztendlich gehe es darum, neue Kunden und Gäste nach Schleswig zu locken und gleichzeitig Selbstbewusstsein zu zeigen. „Mit diesem Logo senden wir genau das nach draußen.“

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