Enzo-Festival : Rock auf der Kuhweide

Die Band „Pony named Olga“ kommt aus Berlin und nennt ihren Sound „Psychobilly“.
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Die Band „Pony named Olga“ kommt aus Berlin und nennt ihren Sound „Psychobilly“.

Das Enzo-Festival wächst weiter: Am 31. Juli und 1. August stehen mehr als 20 Bands auf der Bühne.

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14. Juli 2015, 07:46 Uhr

In diesem Jahr wagt sich der Kulturmanagement-Student und Musiker Enzo Giovanni Panozzo an die lange Variante seines seit 2007 im verträumten Dörfchen Wagersrott stattfindenden Open-Air-Festivals. Am Wochenende des 31. Juli und 1. August findet erstmalig eine Zwei-Tages-Variante des „Enzo-Festivals“ statt. Seit Jahren gelingt es dem jungen Festivalteam um Enzo Panozzo immer wieder, hochwertige musikalische Newcomer und Musikgruppen jeglicher Couleur in den Norden zu holen – so hat sich das Festival inzwischen zum Geheimtipp in der hiesigen Musikszene gemausert. In den vergangenen Jahren kamen mehr als 1000 Besucher nach Pommerholm im beschaulichen Wagersrott.

Bei der Musikauswahl schere er sich nicht um Bekanntheitsgrad, Referenzen und CD-Veröffentlichungen von Bands, sondern rücke die musikalische Qualität und die Vielfalt handgemachter Musik in den Vordergrund, sagt Panozzo. „Ich mag die Musiker und Bands“, so der Veranstalter, „die nicht abgehoben sind, die authentisch, echt, mit Herzblut musikalisch das machen, was sie für richtig halten und sich aus dem medialen Einheitsbrei abheben!“ In diesem Jahr sind mehr als 20 Bands am Start.

Die Idee des Enzo-Festivals wurde im Jahr 2003 anlässlich des 16. Geburtstags Panozzos geboren. Damals spielte der heutige Veranstalter mit seiner eigenen Band „Porch Paradise“ ohne Bühne, mit selbstgemaltem Bandbanner und bescheidenem Technikequipment. Verstärker und Gitarren wurden zusammengeliehen, Stromkabel vom benachbarten Bauern geholt. Dabei waren Freunde, Lehrer und Verwandte – insgesamt rund 60 Besucher. Wenige Jahre später war die Veranstaltung auf mehr als 500 Besucher angewachsen, so dass Panozzo entschloss, sich mit dem zuständigen Ordnungsamt in Verbindung zu setzen, um gemeinsam das weitere Vorgehen zu besprechen. Die ersten Veranstaltungen hatten noch am Dorfgemeinschafthaus in Wagersrott stattgefunden, wo auf dem Boden gespielt wurde oder auf geliehenen Korn- und Schweineanhängern. Das erste offizielle Festival fand dann auf einer Wiese, umgeben von Wäldern, im benachbarten Brarupholz statt. Doch auch das blieb Zwischenstation: Inzwischen ist das Enzo-Festival auf einer Kuhweide nahe der Kreisstraße 18 (Pommerholm) zu Hause.

Unterstützung gibt es, wie in jedem Jahr, zum einen durch einen musikbegeisterten Freundeskreis, der seit vielen Jahren immer wieder gern tatkräftig mit anpackt. Zum anderen helfen auch Unternehmen und Einrichtungen durch finanzielle oder materielle Unterstützung mit, dass das kulturelle Spektakel auf dem Lande erhalten bleibt.

Bahnreisende haben die Möglichkeit, mit einem Bus-Shuttle und mit der Angelner Dampfeisenbahn an- und abzureisen. Camping ist vor Ort kostenfrei möglich. Karten sind im Vorverkauf an den bekannten Vorverkaufsstellen in Süderbrarup, Schleswig, Flensburg und Kiel für 30 Euro, Tageskarten an der Abendkasse für 20 Euro erhältlich – solange der Vorrat reicht. Weitere Infos unter www.enzo-festival.de.

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