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Richtige Zeit für eine Rückkehr auf die Rockbühne

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

SN-Interview mit Michael Sadler, dem Sänger der Spitzen-Band Saga

shz.de von
erstellt am 22.Aug.2013 | 10:35 Uhr

Mit der Rückkehr ihres charismatischen Frontmanns Michael Sadler hat die kanadische Rock-Formation Saga wieder international Fahrt aufgenommen. Davon können sich alle Besucher des Baltic Open Air am Sonnabend, 24. August, überzeugen, denn dann stehen die ambitionierten Musiker auf der Bühne an der Schlei. Zuvor beantwortete Sänger Michael Sadler die Fragen von SN-Mitarbeiter Thorsten Hengst.

Mr. Sadler, nach fünfjähriger Abstinenz sind Sie im letzten Jahr zu Saga zurückgekehrt. Was war der Grund Ihrer Auszeit?
Ich wollte immer schon ein eigenes Kind haben – doch ich wollte nicht irgendwo in der Welt auf Tournee sein, wenn es aufwächst und sein erstes eigenes Wort sagt. Dafür war es einfach notwendig, Saga eine Zeit lang den Rücken zu kehren. Die berühmten musikalischen Differenzen oder persönliche Konflikte unter den Bandmitgliedern gab es bei uns nicht.

Und warum dann die Rückkehr?
Ganz einfach: Ich habe es vermisst, auf der Bühne zu stehen! Das Gefühl am ersten Tag im Probenraum nach der Pause war einfach überwältigend und schlichtweg familiär. Es fühlte sich an, als sei ich nur zwei Wochen und nicht fünf Jahre lang weg gewesen.

Nach einer kurzen Tournee sind Sie gleich wieder ins Studio, um ein neues Album namens „20/20“ einzuspielen – was bedeutet der Titel?
Da es unser 20. Studioalbum ist, dachte ich erst daran, es schlicht und einfach „20“ zu nennen. Meine Frau schlug dann aber „20/20“ vor, das ja im Bereich der Optik für die perfekte Sehschärfe steht.

Wie verliefen die Aufnahmen?
Die Studioaufnahmen waren anders als jemals zuvor, da die Band die Musik schon komplett im Kasten hatte, bevor ich mich dazu entschloss, zu Saga zurückzukehren. So durfte ich mich erstmals ausschließlich auf die Texte und die Gesangsmelodien konzentrieren.

War Ihre Rückkehr zu Saga allein Ihre Entscheidung?
Nein, es war weder allein meine Entscheidung, noch etwa ein Hilferuf der Band. Dass die Rückkehr jetzt passiert, liegt einfach daran, dass die Zeit genau richtig ist und es sich für beide Seiten gut anfühlt.

Dabei hatten Sie kurz zuvor noch eine schwere Lungenentzündung. Wie fühlen Sie sich heute?
Ich lasse meinen Gesundheitszustand nicht darüber entscheiden, ob ich auf Tournee gehen kann oder nicht. Nicht viele Dinge können mich davon abhalten, auf die Bühne zu gehen. Aber um keine Missverständnisse aufkommen zulassen: Ich bin heute wieder zu 101 Prozent fit!

Haben Sie eine Erklärung dafür, warum Saga gerade in Deutschland so beliebt sind?
Das liegt an unserer ausgiebigen Bühnenpräsenz hier. Wir können in Ländern, in denen wir nicht so häufig und regelmäßig unterwegs sind, nicht die gleiche Popularität erwarten, die wir in Deutschland genießen.

Ihre Karriere dauert nun schon über 35 Jahre. An welche Zeit erinnern Sie sich besonders gern?
Spontan würde ich wohl die 1980er Jahre nennen, aufgrund unseres großen kommerziellen Erfolges zu der Zeit. In gewisser Weise habe ich ein gutes Gefühl, dass wir mit dem „20/20“-Album an diese Zeit anknüpfen können.

Was dürfen Ihre Fans jetzt auf der Bühne von Ihnen erwarten?
Wir werden dieses Jahr einen großen Rundumschlag unseres gesamten Repertoires präsentieren. Viele uralte Klassiker, einige neue Songs von „20/20“ und reichlich Material, das dazwischen aufgenommen wurde.

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