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Letzter Tag auf dem Weihnachtsmarkt : „Richtig schön gemütlich“

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Heute geht der Weihnachtsmarkt auf dem Capitolplatz zu Ende – für die Standbetreiber war 2016 ein gutes Jahr

von
erstellt am 29.Dez.2016 | 12:30 Uhr

Weihnachten ist vorbei – aber der Weihnachtsmarkt ist in diesem Jahr in die Verlängerung gegangen. Noch bis heute Abend dreht sich auf dem Capitolplatz das Kinderkarussell, gibt es Würstchen, Burger, Crêpes und natürlich Glühwein. „Natürlich ist jetzt nicht mehr so viel Betrieb wie vor Weihnachten“, sagt Stephan Zander, während er in seiner Imbisshütte blitzschnell eine Currywurst in Scheiben schneidet. „Für uns sind die Tage nach dem Fest aber eine angenehme Zeit, um den Markt ausklingen zu lassen.“ Es sind schließlich weiter viele Schleswiger in der Ladenstraße unterwegs, die ihre Weihnachts-Gutscheine eintauschen und gern auf einen Snack, einen Punsch oder eine heiße Schokolade auf dem Captitolplatz vorbeischauen.

Insgesamt seien seine Geschäfte gut gelaufen, sagt Zander. „Das Wetter hat mitgespielt.“ In der ganzen Vorweihnachtszeit waren nur zwei Tage richtig verregnet. Vor einem Jahr sah die Wetter-Bilanz deutlich schlechter aus. Auch den Sturm über die Feiertage haben die Buden gut überstanden.

Stephan Zander gehört längst zum Inventar des Weihnachtsmarktes.
Stephan Zander gehört längst zum Inventar des Weihnachtsmarktes.
 

Mit insgesamt zwölf Hütten war der von Stadtmanager Rüdiger Knospe organisierte Markt diesmal etwas größer als in den Vorjahren – aber noch immer überschaubar. „Natürlich gibt es immer Leute, die ihn sich noch größer wünschen“, weiß Zander. „Aber die meisten Besucher freuen sich, dass wir überhaupt so einen schönen Weihnachtsmarkt haben.“ Und die Dänen, die in jüngster Zeit immer häufiger den Weg nach Schleswig fänden, „die finden es hier richtig schön hyggelig“. Und er denkt schon darüber nach, wie er die Atmosphäre im nächsten Jahr noch gemütlicher gestalten kann – zum Beispiel mit Sitzecken speziell für Kinder.

Diana Rasch in der traditionsreichen Punschhütte von Horst Clausen.
Diana Rasch in der traditionsreichen Punschhütte von Horst Clausen.
 

Mancher Weihnachtsmarkt-Besucher mag sich klirrende Kälte wünschen und Schnee auf den Dächern der Hütten – die Standbetreiber sind aber froh, dass es anders gekommen ist. „Unsere Erfahrung ist, dass bei Schnee deutlich weniger los ist“, sagt Diana Rasch aus der Glühwein-Hütte von Horst Clausen. Die Leute blieben dann lieber zu Hause, um nicht mit dem Auto fahren zu müssen.

Anfang der vergangenen Woche wurde es etwas ruhiger auf dem Capitolplatz. „Schwer zu sagen, ob das am Anschlag in Berlin lag“, meint Stephan Zander. Die Stimmung sei zwar gedrückt gewesen, aber dass die Schleswiger Angst gehabt hätten, weiter den Weihnachtsmarkt zu besuchen, davon habe er nichts gespürt. Letztlich, das lässt er durchblicken, hätten sich wohl auch viele Besucher damit beruhigt, dass Schleswig nicht der Nabel der Welt ist.

Karen Bremer schenkt am Kornmarkt noch bis Silvester Glühwein aus.
Karen Bremer schenkt am Kornmarkt noch bis Silvester Glühwein aus.
 

Karen Bremer vom Bistro „Marvil“, die den kleinen Weihnachtsmarkt auf dem Kornmarkt organisiert, spricht sogar von einem gegenteiligen Effekt: „Viele haben gesagt: Jetzt erst recht!“ Ihr Glühweinzelt bleibt – wie in den vergangenen Jahren – noch bis Silvester stehen. Insgesamt seien die Weihnachtsmarkt-Wochen eine „lange und schöne Zeit“ gewesen, auch wenn die Bremers Anfang Dezember auf dem Kornmarkt mehrmals mit Vandalismus-Schäden zu kämpfen hatten – insbesondere am großen Tannenbaum in der Mitte des Platzes.

 

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