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Abfallwirtschaft Schleswig-Flensburg : Richtfest über den Dächern des Lollfußes

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Das neue ASF-Verwaltungsgebäude soll bereits im Herbst bezogen werden.

von
erstellt am 15.Apr.2016 | 07:03 Uhr

Die große Dachterrasse hatte es allen angetan. Kein Redner oder Gast, der nicht geschwärmt hätte von dem „grandiosen Ausblick“, den man vom dritten Obergeschoss aus über die Schlei und die Stadt Schleswig hat. Kein Wunder also, dass die Abfallwirtschaft Schleswig-Flensburg (ASF) gestern genau dort oben zum Richtfest für ihr neues Verwaltungsgebäude eingeladen hatte. „Ich freue mich schon, wenn wir hier das erste Mal grillen“, sagte Landrat Wolfgang Buschmann mit einem Augenzwinkern.

Jetzt musste er sich hoch oben über den Dächern des Lollfußes allerdings erst einmal mit einem Köm begnügen. Denn den gab es für die rund 40 geladenen Gäste traditionell zum Richtfest. Zuvor hatten diese in dem noch zugigen Rohbau mehrfach gehört, wie wichtig der gestrige Tag für die ASF war. „Dieses Richtfest ist ein besonderes Ereignis“, sagte etwa Aufsichtsratsvorsitzender Momme Thiesen. Auch Buschmann sprach von einer „besonderen Symbolkraft“, die von diesem Tag ausgehe. „Denn die ASF hat sich bewusst dazu entschieden, hier im Lollfuß zu bleiben. Damit zeigt sie weiter Flagge mitten im Herzen der Kreisstadt. Dies ist ein guter Standort.“ Dass die ASF damit noch näher ans Kreishaus rücke, sei ein positiver Nebeneffekt. Schließlich erledige sie im Auftrag des Kreises, der mit 51 Prozent Hauptanteilseigner ist, die Abfallentsorgung in der gesamten Region – „und zwar zu unserer vollsten Zufriedenheit“.

Seit 2013 hatte sich das Unternehmen bereits mit Umzugs- und Neubauplänen auseinandergesetzt. Denn in ihrem bisherigen Bürogebäude im Lollfuß 67, direkt gegenüber vom Amtsgericht, war es mit den Jahren immer enger geworden. Zudem sei das Gebäude, das man nur angemietet habe, stark renovierungsbedürftig, wie ASF-Geschäftsführer Lutz Döring noch einmal erklärte. „Es ist jetzt genau 906 Tage her, dass sich der Aufsichtsrat für diesen Neubau entschieden hat. Was seitdem passiert ist, kann man nun mit eigenen Augen sehen.“

Inzwischen wurden rund 40 Tonnen Stahl und 350 Kubikmeter Beton verbaut. Dabei ruht das dreieinhalb-stöckige Haus, das etwa 730 Quadratmeter Nutzfläche bietet, auf 39 Pfählen, die bis zu 15 Meter in den feuchten Boden gerammt werden musste. 2,3 Millionen Euro wird der Bau am Ende kosten. „Und wir werden dieses Budget halten. Ebenso wie den Zeitplan“, betonte Momme Thiesen ausdrücklich. Beides sei bei öffentlich geförderten Bauvorhaben ja leider keine Selbstverständlichkeit.

Bis Mitte Oktober sollen die 25 Mitarbeiter der ASF-Verwaltung endgültig umgezogen sein. Bis dahin steht nun in erster Linie der Innenausbau an. Dass es in Schleswig auch Stimmen gibt, die die eher nüchtern gestaltete Fassade des Neubaus kritisch sehen, weiß auch Lutz Döring. Aber: „Über Geschmacksfragen kann man immer streiten. Natürlich ist dies hier ein Bürogebäude und kein Wohnhaus. Aber ich bin von dem Entwurf sehr überzeugt. Ich denke, das wird man auch sehen, wenn das Gebäude fertig ist und hier seinen Platz eingenommen hat.“

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