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Reporter Alfons will richtige Wikinger treffen

vom

Comedian tritt mit seiner Show morgen um 20 Uhr in der "Heimat" auf

shz.de von
erstellt am 23.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Wenn der Kult-Reporter Alfons mit seinem obligatorischen Puschelmikrofon, der grell orangenen Jacke und dem charmanten Zahnlücken-Lächeln die Bühne betritt, heißt es: "Wiedersehen macht Freunde". Der Titel seines aktuellen Programms passt zu Schleswig besonders gut, schließlich ist Alfons Auftritt am morgigen Freitag um 20 Uhr in der "Heimat" auf der Freiheit nicht seine erste Show in Schleswig. An die Schleistadt erinnert er sich noch genau:

Hallo, Schleswig. Ich freue mich schon auf mein Gastspiel in der "Heimat". Ein paar Restkarten soll es ja noch geben. Veranstalter Mario Hoff hat mir erzählt, dass der erste Teil des großen Saals schon ausverkauft sei und er jetzt auch den restlichen Teil für meinen Auftritt zur Verfügung stellen würde. Vielleicht liegt die gute Resonanz ja auch daran, dass ich schon mehrfach in Schleswig zu Gast war, im "Hotel Hohenzollern" zum Beispiel. "Hofnarr" hieß damals das Label. Ich finde, das passte gut, auf mich natürlich nur.

Aber jetzt trete ich wie gesagt in der "Heimat" auf und bin gespannt auf die neue Bühne. Eigentlich wollte ich ja ins Landestheater. Weil der Keller dort unter Wasser stehen soll, hatte ich mir schon Schwimmflügel besorgt, doch die brauche ich nach der jüngsten Entwicklung offenbar nicht mehr. Schade eigentlich, denn Schwimmflügel passen gut zu mir. Ich überlege, sie künftig immer zu tragen, als Accessoire, wie wir Franzosen dazu sagen. Genau.

Für den geplanten Neubau auf dem Hesterberg wünsche ich meinen Freunden in Schleswig wirklich viel Glück. Wir in Hamburg haben gute Erfahrungen mit dem grandiosen Überziehen der ursprünglich angesetzten Etats gemacht. Ich sage nur: Elbphil… (den Rest ergänzen sie bitte und lächeln dazu).

Nach Schleswig war ich übrigens vor Jahren zum ersten Mal gekommen, weil ich für einen Fernseh-Dreh gerne einmal einen echten Wikinger treffen wollte. Leider fand ich überhaupt keine Wikinger, echte oder unechte. Aber schließlich fragte ich eine nette Oma, ob sie ein "Wikinger" sei. Da war sie etwas irritiert. Dann fragte ich sie, damals gab es gerade die Proteste am Zaun von Heiligendamm in Mecklenburg-Vorpommern, ob sie auch bereit sei, Steine auf Polizisten zu schmeißen. Sie war empört, die hätten doch sowieso schon so einen harten Job. Aber ich ließ nicht locker. Jetzt musste sie mir noch beantworten, ob sie denn direkt auf die G-8-Politiker Steine oder andere Sachen werfen würde. Da strahlte meine nette Oma und sagte: "Ja, natürlich." Und ich war sicher, doch noch einen - getarnten - Wikinger getroffen zu haben. Genau.

Ja, in Schleswig gab es immer wieder Leute, die mich überrascht haben. Ich hab nämlich noch einmal einen Versuch mit den Wikingern gemacht, diesmal bei den Wikinger-Tagen. Diesmal war ich eigentlich sicher, echte Wikinger zu treffen. Doch so richtig wollte das immer noch nicht klappen. Die meisten dieser Wikinger kamen aus Mecklenburg-Vorpommern. Oder auch aus Bielefeld. Dazwischen gabs gar nix.

Einen der Bielefelder habe ich gefragt, wie er sich bei den Schaukämpfen schützen würde; schließlich kann es ganz schön zur Sache gehen. Da sagte er: Ich habe eine Rechtsschutzversicherung. Genau. Aber ich mach noch mal einen Versuch. Vielleicht am Freitagabend, wenn ich in der "Heimat" gastiere. Zu schön wäre es, wenn möglichst viele Schleswiger und andere Gäste als Wikinger verkleidet in meine Show kommen würden.

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