Tetenhusen : Rekord geschafft

Historische Dreschmaschinen und Traktoren im Einsatz.
Historische Dreschmaschinen und Traktoren im Einsatz.

22 Dreschmaschinen mussten 15 Minuten lang gleichzeitig dreschen.

shz.de von
27. August 2018, 17:26 Uhr

Mit dem Motto „Vom Korn zum Brot“ hatten die Oldtimerfreunde der „Brenntünn“ aus Tetenhusen zum Dreschfest eingeladen. Gleichzeitig sollte an diesem Tag der Deutsche Rekord im „Dreschen mit historischen Maschinen“ übertroffen werden. „Der Rekord liegt bei 17 Dreschmaschinen, die 15 Minuten lang gleichzeitig dreschen müssen“, erklärte Organisator Jürgen Thomsen. „Wir haben heute 22 Dreschmaschinen aus den Jahren 1915 bis 1950 hier“.

Schirmherr Klaus-Peter Dau aus Tetenhusen, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Schleswig, gab pünktlich den Startschuss und die 22 Dreschmaschinen setzten sich in Bewegung, angetrieben durch Lederriemen, die wiederum von Oldtimertraktoren in Schwung gehalten wurden. Dazu brauchte es viele Helfer, Traktorfahrer, Drescher und Handlanger, um das Korn aus den Ähren zu dreschen. Am Ende war der Rekord geschafft – das bestätigte Klaus-Peter Dau als Schiedsrichter. Zwischendrin sah man hier und da Großväter, die ihren Enkeln die alte Technik erklärten und zeigten, wie das Korn durch Rüttelgitter in die Jutesäcke fiel.

Für den Rekord im Dreschen hatten sich die Tetenhusener Unterstützung geholt von Oldtimerfreunden aus Norby, Königshügel, Bokel, Löwenstedt, Geltorf und Ramsdorf. Die längste Anreise hatten die Freunde aus Ahnsbeck in Niedersachsen, die mit 16 Mann und zwei Dreschmaschinen gekommen waren. Die Oldtimerfreunde Königshügel hatten ihre Dreschmaschinen an die Traktoren gehängt und waren selbstfahrend gekommen. „Für die zehn Kilometer waren wir zwei Stunden unterwegs, denn unsere Maschinen haben Eisenräder und sind alt – das dauert eben“, berichteten Peter Frahm und Ernst Löding. Neben den Dreschmaschinen waren auch 175 Oldtimer-Traktoren zu sehen.

Großes geleistet haben auch die Ehefrauen der „Brenntünn“-Männer. An drei Tagen haben sie jeden Morgen 60 Personen mit Frühstück versorgt. „Aus 100 Eiern haben wir Rührei zubereitet“, sagten Elke Thomsen und Marianne Liedtke. Zudem haben sie am Dreschtag für alle anreisenden Treckerfahrer und Drescher 500 halbe belegte Brötchen geschmiert. Die zahlreichen Besucher wurden den ganzen Tag mit Kaffee und Kuchen versorgt – zwölf Bleche haben sie gebacken.

Der „Fliegende Teppich“, der unermüdlich vom Oldtimer-Traktor gezogen seine Runden drehte, war ein Riesenspaß für die Jungen und Mädchen.



zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen