Chronik für Tolkschuby : Reise durch die Vergangenheit

Sind stolz auf die Chronik: Eduard Büll (v.l.), Alexander Schmidt, Lars Witt, Rüdiger Weiß und Annette Reindel.
Sind stolz auf die Chronik: Eduard Büll (v.l.), Alexander Schmidt, Lars Witt, Rüdiger Weiß und Annette Reindel.

Autor Rüdiger Weiß präsentiert seine Chronik „400 Jahre Tolkschuby“. Recherche begann mit Schriftstücken in Sütterlin.

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26. März 2019, 08:52 Uhr

Sie hatten mit einer größeren Anzahl Menschen gerechnet und in der Maschinenhalle des Hofes Alt-Tolkschuby für rund 120 Personen Tische und Stühle bereitgestellt. Als sich die Halle dann jedoch zügig füllte, wurden rasch noch mehr Stühle herbeigetragen. Nahezu 200 Gäste waren der Einladung von Autor Rüdiger Weiß und Familie Schlüter gefolgt. Mit berechtigtem Stolz und auf Plattdeutsch präsentierte Weiß seine Chronik „400 Jahre Tolkschuby“, für die er über fünf Jahre recherchiert und geforscht hat.


Gebiet ist 450 Hektar groß

Als Anlass, dieses Werk in Angriff zu nehmen, nannte der Autor den Tag, an dem ein befreundeter Landwirt aus der Nachbarschaft einen Fund in einer Plastiktüte zu ihm brachte, mit der Bitte, diesen zu deuten. Es waren Schriftstücke in Sütterlin, der altdeutschen Schreibweise, die heutzutage kaum noch jemand entziffern kann. Rüdiger Weiß kann es flüssig lesen und so begann für ihn die Reise durch die Vergangenheit des etwa 450 Hektar großen Gebietes, das Tolkschuby genannt wird. Vom 30-jährigen Krieg beginnend bis in die heutige Zeit. Unterstützt wurde Weiß in erster Linie von seiner Ehefrau.

Ein Buch im Eigenverlag zu produzieren, ist nicht gerade kostengünstig, daher freut sich Weiß, dass Annette Reindel sich für ihn bei der Schleswiger Volksbank eingesetzt hat und sie ihm einen Scheck über 1000 Euro überreichen konnte.

Auch die Gemeinde Tolk, vertreten durch Lars Witt, unterstützt den Autor durch den Kauf von 20 Exemplaren: „Ich war der Anstifter und habe beim Rausreißen der alten Treppe die Tüte mit den Dokumenten gefunden. Vielen Dank für das umfangreiche Recherchieren.“

Bürgermeister Alexander Schmidt aus Twedt und Eduard Büll, der Vorsitzende vom Verein der Landschaft Angeln, haben ebenfalls Unterstützung zugesagt.

Eduard Büll beglückwünschte Weiß zu dem Werk und an die Gemeinde gerichtet sagte er: „Ein Glück, dass sie so jemanden haben, der sich mit Archivarbeit auskennt.“

Alexander Schmidt sagte in einer kurzen Ansprache: „Hoffentlich findet Rüdiger Weiß Zeit für die eine oder andere weitere Chronik.“

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