„Get the F*ck out of my House“ : Reality-Star aus Schleswig: Norbert ist der Hausboss

Norbert steht im Mittelpunkt: Heute Abend ab 20.15 Uhr ist der 57-jährige Schleswiger wieder auf Pro Sieben zu sehen.
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Norbert steht im Mittelpunkt: Heute Abend ab 20.15 Uhr ist der 57-jährige Schleswiger wieder auf Pro Sieben zu sehen.

In der neuen Pro-Sieben-Realityshow „Get the F*ck out of my House“ spielt ein Rentner aus Schleswig eine Hauptrolle.

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11. Januar 2018, 07:35 Uhr

Seinen Nachnamen? Den möchte Norbert nicht preisgeben. „Nenn mich Noschi“, sagt er. Das ist sein Spitzname seit Kindheitstagen. „Noschi wie Naschi. So heiße ich, weil ich mein Busgeld lieber für Süßigkeiten ausgegeben habe.“

Noschi hat es nicht immer leicht gehabt im Leben. Der 57-jährige Schleswiger ist Frührentner, vor elf Jahren setzten ein Herzinfarkt und ein Schlaganfall ihn außer Gefecht. Inzwischen geht es ihm wieder gut – und vor einer Woche ist er plötzlich zu einer Fernseh-Berühmtheit geworden – jedenfalls bei jenen 1,6 Millionen Deutschen, die am vergangenen Donnerstag Pro Sieben einschalteten und sich die neue Reality-Show „Get the F*ck out of my House“ ansahen.

Hundert Kandidaten – männlich und weiblich, alt und jung – leben darin vier Wochen lang auf engstem Raum zusammen. Schwierig, den Überblick zu bewahren. An Noschi aber erinnerte sich am Ende der ersten Folge wohl jeder Zuschauer: Der frühere Eisenbahner wurde von seinen Mitbewohnern zum Hausboss gewählt. Immer wieder zoomt die Kamera auf ihn. Er steht neben den Moderatoren Thore Schölermann und Jana Julie Kilka. Er verteilt das Essen. Er entscheidet, wer die Privattoilette benutzen darf, die ihm als Boss zusteht.

Erlebt hat Noschi all das schon vor mehr als einem halben Jahr. Die Dreharbeiten in der Eifel liefen im vergangenen Mai. „Seitdem habe ich darauf gewartet, dass es endlich ausgestrahlt wird“, sagt Noschi. Jetzt, wo es losgegangen ist, bekommt er die Reaktionen aus der Heimat nur gefiltert mit. Er und seine Frau Petra machen gerade Urlaub auf Mallorca. Er habe aber keineswegs bewusst zum Sendetermin das Land verlassen, versichert er. „Meine Frau arbeitet im Wikingturm-Restaurant, und im Januar ist es für sie am einfachsten, Urlaub zu bekommen.“

Warum er sich überhaupt für die Reality-Show beworben hat? „Ganz einfach“, sagt der einstige Eisenbahner. „Mir war langweilig. Das Rentnerdasein mit Rasenmähen und Essenkochen allein, das habe ihn nicht ausgefüllt. „Diese Show war das Beste, was mir passieren konnte – und ich habe ja auch ganz erfolgreich abgeschnitten.“

Das klingt nicht so, als würde er das Haus schon in der Folge, die heute Abend ausgestrahlt wird, verlassen. Mehr verrät er nicht. „Ich habe einen Vertrag unterschrieben, in dem steht, dass ich schweige.“ Auch ob der Hausboss sein Amt nach den Neuwahlen in der Sendung heute Abend behalten darf, bleibt ein Geheimnis.

Die Pro-Sieben-Macher beschreiben Noschi als „das gutmütige Nordlicht mit großem Gerechtigkeitssinn“. Wurde er deshalb von den Mitbewohnern zum Boss gewählt? Noschi glaubt, es lag auch daran, dass er schon beim Kennenlernen vor der ersten Sendung mit allen geredet und sich ihre Namen eingeprägt hat.

„GTFOOMH“: Donnerstag um 20.15 Uhr auf Pro Sieben

„Get the F*ck out of my House“ (kurz GTFOOMH), die neue Reality-Show auf Pro Sieben, ist bis zum 1. Februar immer donnerstags ab 20.15 Uhr zu sehen. Das Format funktioniert ähnlich wie„Big Brother“, allerdings unter verschärften Bedingungen: 100 Kandidaten teilen sich gemeinsam ein Haus.  Ihr Zusammenleben wird rund um die Uhr von Kameras begleitet.  Der jüngste Bewohner ist 19 Jahre alt, der älteste 82. Jeder hat kaum mehr als einen Quadratmeter Platz. Das Essen ist streng rationiert. Alle Bewohner teilen sich eine Küche und ein Badezimmer. Wer am längsten drinnen bleibt, gewinnt  100000 Euro. Es gibt Spiele im Haus, zu denen die Kandidaten gegeneinander antreten und Hausregeln, die die Kandidaten selbst aufstellen.

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