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Schleswig : Real weist Gerüchte um Schließung zurück

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Traditionsreicher Platzhirsch will sich gegen neue Konkurrenz von Sky und Famila behaupten.

von
erstellt am 11.Feb.2014 | 07:37 Uhr

Es hat wohl damit zu tun, dass man sich in der Stadt an schlechte Nachrichten gewöhnt hat. Jedenfalls sprach es sich in den vergangenen Tagen wie ein Lauffeuer herum: Angeblich schließt Real, das älteste und größte Warenhaus der Stadt. Ein weiterer, riesiger Leerstand also? 165 Arbeitsplätze schienen in Gefahr. Dabei sind die Mitarbeiter der vielen kleinen Geschäfte in der Real-Ladenzeile noch nicht einmal mitgezählt.

Aber es war falscher Alarm. Der alte Platzhirsch gibt sich nicht geschlagen. Er trotzt der neuen Konkurrenz, die ihm Sky seit dem vergangenen Jahr auf dem Stadtfeld macht und die ab diesem Frühjahr mit dem neuen Famila-Markt in der Friedrich-Ebert-Straße kommen wird. Markus Jablonski, Pressesprecher der Real-Zentrale in Mönchengladbach, hat alle Gerüchte um eine Schließung gestern ausdrücklich zurückgewiesen. „Da ist nichts dran“, sagte er. Auslöser für die Spekulationen war offenbar eine Meldung, die vor wenigen Tagen auch in unserer Zeitung im Wirtschaftsteil zu lesen war: Demnach will der kriselnde Metro-Konzern bis zu 40 seiner 310 Real-Warenhäuser auf den Prüfstand stellen. Als erstes sollen zwölf umsatzschwache Märkte geschlossen werden, deren Mietverträge demnächst auslaufen. Einen entsprechenden Bericht der „Lebensmittel-Zeitung“ wollte Jablonski zunächst überhaupt nicht kommentieren. Inzwischen sagt er: „Es kommt immer wieder einmal vor, dass ein Markt geschlossen wird.“ Das gelte aktuell zum Beispiel für Wolfsburg, Laatzen bei Hannover und Straubing in Niederbayern. Schleswig sei von solchen Überlegungen gegenwärtig aber nicht betroffen.

Ähnliches hörten auch die zahlreichen Kunden, wenn sie in den vergangenen Tagen Real-Verkäuferinnen auf das Thema ansprachen. Gefährdet seien in erster Linie Standorte in Nordrhein-Westfalen. Für alle sieben schleswig-holsteinischen Real-Märkte gebe es hingegen Entwarnung.

Als das Warenhaus an der Flensburger Straße vor mehr als 40 Jahren eröffnete, damals noch unter dem Namen Divi, gab es weit und breit keine annähernd vergleichbaren Angebote. Nicht nur die kleinen Läden rund um den Divi-Parkplatz entwickelten sich im Windschatten von Divi, sondern das gesamte Gewerbegebiet am Lattenkamp. Inzwischen jedoch sind nicht nur in der Stadt, sondern auch in den Dörfern des Umlandes mehrere große Supermärkte entstanden. Bereits vor zwei Jahren hatte die Industrie- und Handelskammer vor zu vielen neuen Supermärkten und einem möglichen Verdrängungswettbewerb gewarnt.

 

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