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Stühlerücken im Ständesaal : Rat ebnet Weg für weitere Bauplätze

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

„An den Wichelkoppeln“ entstehen 48 Grundstücke, Parzellen am Berender Redder werden teurer.

von
erstellt am 11.Jul.2017 | 10:40 Uhr

Am Anfang fand das große Stühlerücken statt. Denn bevor die Ratsversammlung gestern Nachmittag richtig starten konnte, galt es zunächst einmal, die ein oder andere Personalie zu klären. Schließlich haben mit Nilgün Demir (SPD) und Heinrich Bömer (CDU) in den vergangenen Wochen gleich zwei Mitglieder ihr Mandat zurückgegeben (wir berichteten).

Während die SPD ab sofort auf Holger Groteguth setzt, nimmt bei der CDU Rainer Haulsen den freigewordenen Platz in der Fraktion ein. Dort hat sich die Sitzordnung auch noch aus einem weiteren Grund verändert: Denn Susanne Ross wurde einstimmig zu Bömers Nachfolgerin als stellvertretende Bürgervorsteherin gewählt. Damit sitzt sie ab sofort an der Stirnseite des Ständesaales, direkt neben Bürgervorsteher Eckhard Haeger, dem Vorsitzenden der Ratsversammlung. „Ich freue mich, dass mit Susanne Ross eine tolle neue Stellvertreterin gefunden wurde. Mir hat diese Aufgabe immer viel Spaß gemacht, und ich wünsche ihr, sowie all meinen ehemaligen Ratskollegen alles Gute“, sagte Bömer, der aus familiären Gründen nach Sachsen-Anhalt umzieht.

Um den Zuzug möglicher Schleswiger Neubürger ging es indes im weiteren Verlauf der Sitzung. So brachten die Ratsmitglieder das geplante Neubaugebiet „An den Wichelkoppeln“ weiter auf den Weg und segneten einstimmig den dazu nötigen Aufstellungsbeschluss ab. Westlich des Kattenhunder Weges sollen auf einer Gesamtfläche von 3,7 Hektar 48 neue Bauplätze entstehen. Geplant sind zurzeit zwölf Reihen- und 36 Einfamilienhäuser. Als optische Besonderheit soll das Gebiet von einem Bach durchquert werden, der zurzeit noch unter der Erde in Rohren verläuft. Zudem sind großflächige Grünanlagen geplant. „Ich finde, das ist ein sehr schöner Beschluss. Dieses Areal ist attraktiv und Innenstadt-nah. Und die Nachfrage nach Bauplätzen in Schleswig ist weiterhin sehr groß, deswegen brauchen wir Nachschub“, sagte Bauausschussvorsitzender Stephan Dose (SPD), der in diesem Zusammenhang auf das boomende Neubaugebiet am Berender Redder verwies.

Dort wird zurzeit der letzte Bauabschnitt mit 65 Grundstücken erschlossen. Auch hierfür gibt es bereits, auch wenn die Vermarktung erst im August beginnt, eine große Nachfrage. Allerdings müssen sich Häuslebauer dort auf höhere Grundstückspreise als in den ersten beiden Bauabschnitten einstellen. Denn die Ratsversammlung hat gestern eine entsprechende Erhöhung beschlossen. So kostet der Quadratmeter im äußersten Norden der Stadt künftig je nach Kategorie 69, 74 oder 79 Euro. Zum Vergleich: Für die ersten beiden Bauabschnitte waren die Preise pro Quadratmeter in allen drei Kategorien 13 Euro günstiger (56, 61, 66 Euro). „Die alten Zahlen stammen aus dem Jahr 2009. Inzwischen sind die Grundstücke auch im direkten Umland deutlich teurer. An diesen Richtwerten haben wir uns orientiert, aber wir haben auch jetzt noch moderate Preise“, erklärte die Finanzausschuss-Vorsitzende Steffanie Hildebrandt. Sie rechne durch die „Anpassung“ mit Mehreinnahmen für die Stadt Schleswig in Höhe von 500  000 Euro.

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