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Heimatvereins Schleswigsche Geest : Rasanter Vortrag beim Poetry-Slam op Platt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der plattdeutsche Dichterwettstreit gehört zu den Spezialitäten von Helge Albrecht.

Gewürzt mit einer Prise schwarzem Humor erzählte der Kieler Helge Albrecht auf Plattdeutsch die abenteuerliche Geschichte eines Anglers, der eine Nixe fängt, diese zu Hause in der Badewanne versteckt und naturgemäß allerhand Verwicklungen auslöst. Seine Zuhörer auf der Adventsfeier des Heimatvereins Schleswigsche Geest im „Haus an der Treene“ in Tarp mussten sich zunächst auf das rasante Vortragstempo einstellen, denn Helge Albrecht gehört zu den Slam-Poeten, die eigene Texte im Dichterwettstreit nach Zeitvorgaben präsentieren.

„Poetry-Slam op Platt“ gehört dabei zu seinen Spezialitäten – immerhin hat er damit bereits den Kieler Kulturpreis gewonnen. Und gerade ist er aus Stuttgart zurückgekehrt, wo er es beim größten Poetry-Slam im deutschsprachigen Raum bis ins Halbfinale geschafft hat. Passend zur vorweihnachtlichen Feier in Tarp konfrontierte und amüsierte er sein Publikum mit einer modernen Heiligabend-Szenerie mit künstlichem Tannenbaum, Vegetariern als Gäste und handfesten Diskussionen über die Regeln beim Geschenke-Würfeln.

„Wir wollen die Sprache und die Themen der jungen Leute verstehen“, sagte Vorsitzende Beate Dopatka, die sich über den mit 160 Mitgliedern voll besetzten Saal freute. Inge Brix, Vorsitzende der Plattdeutsch-AG, stimmte Weihnachtslieder mit plattdeutschen Übersetzungen an und trug ihrerseits humorvolle Texte vor. Wulf Schady begleitete sie auf dem Akkordeon, begeisterte sein Publikum jedoch besonders mit seinem „Finnischen Tango“. In der Rolle des Weihnachtsmanns trat Dieter Heuer auf und verteilte hier und da Geschenke. Jeder Gast bekam einen kleinen Tannenbaum – selbstgemacht von Inge Kizinna.

„Dat Johr geiht to enn...“, sang der Shantychor „De Treeneschipper“. Unter der Leitung von Claudia Balzer entführten die Sänger ihr Publikum in die Weihnacht auf See, ließen jedoch auch traditionelle Shantys erklingen, wobei der auf der Gitarre souverän spielende zehnjährige Lasse sofort alle Herzen eroberte.

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