Haddeby : Radfahrer auf Kollisionskurs

Bange Blicke: Radfahrer müssen in diesem Abschnitt sowohl die Bundesstraße als auch den Parkplatz im Auge behalten.
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Bange Blicke: Radfahrer müssen in diesem Abschnitt sowohl die Bundesstraße als auch den Parkplatz im Auge behalten.

An der Bundesstraße 76 kommt es an der Zufahrt zu Gaststätte und Campingplatz immer wieder zu gefährlichen Situationen

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18. Mai 2015, 12:15 Uhr

Die Bäume werden wieder grün, die Temperaturen steigen und die Radfahrsaison hat begonnen. Viele Einheimische und ungezählte Touristen nutzen in dieser Zeit den Radweg zwischen Schleswig und Fahrdorf. Die im vergangenen Jahr neu asphaltierte Strecke erfreut sich wohl ebenso großer Beliebtheit wie das auf dem Weg liegende Restaurant „Odins“ mit seinem Biergarten. Die großzügig gestaltete Einfahrt zum Lokal, die zugleich Zufahrt zum benachbarten Campingplatz ist, grenzt direkt an den Radweg. Alle Fahrzeuge, die auf den Parkplatz wollen oder diesen verlassen wollen, müssen den Radweg queren.

Das ist allerdings eine nicht ungefährliche Angelegenheit – immer wieder kommt es hier zu gefährlichen Situationen. Das mag auch daran liege, dass an dieser Stelle eindeutige Markierungen fehlen, die auf die Gefahren aufmerksam macht. Und so kommt es immer wieder zu abrupten Bremsmanövern.

Doch nicht immer geht die Sache gut aus: Vor wenigen Tagen wurde wieder einmal eine Radfahrerin übersehen. Sie kann von Glück sagen, dass sie mit leichten Rippenprellungen davonkam.

Eine weitere Gefahrenstelle liegt nur wenige Meter entfernt. Haben Radfahrer die Parkplatzeinfahrt unbeschadet hinter sich gelassen, besteht erneut Gefahr: Das historische Haus ragt hier weit in den Radweg hinein, Fußgänger die den Biergarten verlassen und auch Radfahrer können kaum ahnen, dass sie sich hier auf Kollisionskurs befinden.

Hauseigentümerin Petra Westerkamp hat schon darüber nachdacht, ob man nicht einen Spiegel anbringen könnte – aber daraus wird nichts, das Haus steht unter Denkmalschutz und darf nicht verändert werden. Im Bereich der Einfahrt wären Hinweisschilder oder ein gut sichtbarer, weißer Strich wohl schon die Lösung für das Problem. Das hat Petra Westerkamp nach eigenen Angaben auch in einem Telefonat mit dem zuständigen Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr in Flensburg zum Ausdruck gebracht. „Dort wurde mir jedoch gesagt, dass die Leichtigkeit des Verkehrs gewährleistet werden müsse“, berichtet sie.

Auf Nachfrage wurde in der Behörde zugesichert, dass so bald wie möglich über die Gefahrenstelle beraten werde. Petra Westerkamp aber will darauf nicht warten. Sie hat inzwischen selbst provisorische Schilder aufgestellt, mit denen auf die Gefahren hingewiesen wird.

Auch Oliver Firla, Betreiber des Odins, hält es für eine gute und wichtige Idee , diese Stellen zu markieren. Die Autofahrer müssen daran erinnert werden, an dieser Stelle mehr auf Radfahrer Acht zu geben und umgekehrt.

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