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Party auf der Freiheit : R.SH-Kindertag mit lautem Spaß und leiser Kritik

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

shz.de von
erstellt am 02.Sep.2013 | 09:59 Uhr

Schleswig | Für kleinen Besucher war der RSH-Kindertag auf der Freiheit ein voller Erfolg – finanziell jedoch war es für die Veranstalter von Baltic Eventmanagement ein „Desaster“. Mit knapp 50.000 Besuchern lag die Zahl in diesem Jahr deutlich unter dem Rekord im Jahr 2004, in dem 100.000 Besucher auf die Königswiesen strömten.

Wegen des Wetters war jedoch aus Sicht der Veranstalter mit weniger Besuchern zu rechnen, sagte Veranstalter Daniel Spinler. Immer wieder kam es gestern zu kleinen Schauern, die die Besucher zwangen, bei einem der vielen Stände Unterschlupf zu suchen. Der angekündigte Dauerregen blieb jedoch aus. Das eigentliche Problem war jedoch ein ganz anderes: Die Bereitstellung von 10.000 Parkplätzen für ein Park-and-Ride-System sei von der Stadt als Auflage gefordert worden, monierte Spinler. Gebraucht und benutzt wurden jedoch de facto lediglich 2000 Plätze. Dies ist eine Differenz, die dem Veranstalter schwer zu schaffen macht: „Wir haben 25 Busse im Einsatz, 12.000 Schilder aufgestellt und für die Parkplätze gesorgt, die am Ende völlig überflüssig waren. Damit haben wir einen Verlust von 30.000 Euro eingefahren, der Konsequenzen haben wird.“ Dabei habe RSH im Vorfeld bei den Planungen nur 5000 Parkplätze empfohlen. Und im Jahr 2004 seien zwölf Busse mehr als genug gewesen.

So sehr Partner und Sponsoren für einen Erfolg der eigentlichen Veranstaltung gesorgt haben, so wenig habe die Stadt dazu beigetragen, erklärte Spinler. „Es schien so, als kümmere niemanden die Kosten, auf denen wir letztendlich sitzen bleiben. Eine solche Veranstaltung wird es mit uns in Schleswig nicht mehr geben.“ Dabei seien gerade diese kulturellen Ereignisse genau das, was Schleswig und das neue Stadtviertel unbedingt brauchen, meinte Spinler abschließend.

Mit der Verkehrssituation zeigte sich Polizeibeamter Frank Neubauer sehr zufrieden: „Bis auf eine unvorhergesehene Sperrung der Kreuzung zwischen ZOB und Hafen verlief alles nach Plan.“ Es habe zwar ein paar vereinzelte Diskussionen mit uneinsichtigen Besuchern gegeben, grundsätzlich sei der Tag aber friedlich und vor allem unfallfrei verlaufen. Trotz der Enttäuschung auf Seiten des Veranstalters zeigten sich die Kinder und ihre Eltern von dem Angebot positiv gestimmt. Hüpfburgen, eine Kartbahn, Kanutouren, Kinderschminken und viele andere Angebote zauberten ein Lächeln auf das Gesicht der Kinder. Der Schleswiger Kanu-Club bot in Kooperation mit der Nord-Ostsee-Sparkasse eine viertelstündige Fahrt im Kanadier an, die bei den kleinen Besuchern für Begeisterung sorgte.

Viele andere hiesige Unternehmen beteiligten sich ebenfalls mit Aktionsständen und Gewinnspielen, bei denen sogar Karten für die Handballspiele der SG-Flensburg-Handewitt verlost wurden. Auch ein umfangreiches, vierstündiges Bühnenprogramm sorgte für Begeisterung. Mit viel Humor führte R.SH-Moderator Volker „Voller“ Mittmann durch die Veranstaltung. Neben den Bands wie „Glasperlenspiel“ oder „Blue“ heizte auch „Frida Gold“ den Besuchern mit ihrem einstündigen Auftritt trotz des kühlen Windes ordentlich ein. So war es kein Wunder, dass das Resümee der meisten Besucher positiv ausfiel.

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