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Schleswiger Nachrichten

12. Dezember 2017 | 17:48 Uhr

Treia : Putzen für die Sommergäste

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Gemeinde Treia erwartet die ersten Störche in diesem Jahr. Deshalb wurde das Nest am Feuerwehrgerätehaus von Unkraut befreit. In mehreren Dörfern sind bereits Tiere eingetroffen.

shz.de von
erstellt am 25.Feb.2014 | 07:45 Uhr

In einigen Dörfern in der Region sind bereits Störche fast einen Monat vor ihrer üblichen Ankunftszeit eingetroffen. Also hat Walter Lassen, der sich in Treia um das Nest am Feuerwehrgerätehaus kümmert, schon jetzt alles organisiert, um auch dort die Sommergäste aus dem Süden mit einem gut hergerichteten Nest nahe der Treene willkommen heißen zu können.

Auch diesmal fand er beim Baumarkt in Treia offene Ohren, als er um den Kranwagen mit dem Sicherheitskorb bat, um gefahrlos zum Nest auf dem hohen Mast zu gelangen, wofür Fahrer Florian Marxen sorgt. Ausgerüstet mit entsprechendem Gerät und drei Eimern voll Schreddergut stieg er in die Lüfte, befreite das Nest von Unrat und Unkraut, das dort gewachsen war. Wichtig war vor allem, das Nest so herzurichten, dass Regenwasser nicht stehen bleibt, sondern ablaufen kann, denn nasse Unterlagen wirken sich schädlich auf die Gesundheit der Störche und dessen Nachwuchs aus.

Im vergangenen Jahr hatte es endlich einmal Nachwuchs in der Storchenbehausung gegeben, nachdem die Jahre zuvor das Nest häufig mit wechselnden Bewohnern belegt war, es Kämpfe um das Nest in guter Lage an den Treenewiesen gab – aber letztlich blieb trotz häufigen Liebesspieles der Nachwuchs aus. „Im vergangenen Jahr wurde ein Junges über den Nestrand geworfen, wo das zweite geblieben ist, weiß keiner“, sagt Nachhbar Helmut Bischof, der das Leben im Storchennest genau beobachtet, zum Teil schriftlich festhält, Bilder macht und Kontakt hältzu Jörg Heyna, dem Gebietsbetreuer der Nabu-Arbeitsgruppe Storchenschutz für Weißstörche.

Früher gab es in Treia eine ganze Reihe von Nestern, aus denen Nachwuchsgeklapper erklang. Die Adebars ließen sich gern auf Reetdächern nieder. Am längsten hatten die Besitzer der Schmiede, Nachbarn und auch Feriengäste Freude an einem Storchennest auf dem hohen Schornstein des Schmiededaches der Familie Hinrichsen. Seit 1935 soll es in jedem Jahr besetzt und von Storchennachwuchs bewohnt gewesen sein. Dramatisch wurde es, wenn das Futter knapp wurde, Krankheiten oder schlechte Wetterverhältnisse sich negativ auswirkten. Leider wurde das Nest mit der Zeit zu schwer und der Schornstein zu schlecht, so dass beides abzustürzen drohte und deshalb abgerissen wurde.

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