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Fachklinik : Psychiatrie-Chef Oschinsky geht nach 24 Jahren

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Ärztlicher Direktor wurde feierlich verabschiedet. Oberarzt der Lübecker Uni-Klinik wird Nachfolger.

„Danke, dass Sie Schleswig ein Stück ‚normal‘ gemacht haben“, wandte sich Bürgermeister Arthur Christiansen an den scheidenden Ärztlichen Direktor der Helios-Fachklinik, Arndt Michael Oschinsky (65). Nach 24 Jahren wurde der Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und psychosomatische Medizin am Sonnabend offiziell im Kasino der Klinik verabschiedet. Fortan wird er in der privaten Wirtschaft arbeiten – als Arzt einer psychotherapeutischen Praxis für Privatpatienten in der Bismarckstraße. Mit Sebastian Rudolf, Oberarzt am Zentrum für Integrative Psychiatrie am Uni-Klinikum Lübeck, ist der Nachfolger bereits gefunden. Vier Monate vor seinem Amtsantritt am 1. September gab ihm Arthur Christiansen mit auf den Weg, dass er sich nicht die Schuhe seines Vorgängers anziehen solle, „sondern nehmen Sie Ihre eigenen“, es warte ein „gut bestelltes Haus“ auf ihn.

An Oschinskys Einführung vor 24 Jahren erinnerte sich Michael Hiller, der die Fachklinik bis 2005 als Geschäftsführer geleitet hatte, derweil noch ganz genau. „Sympathischer Mensch, habe ich damals gedacht, hoffentlich weiß er, worauf er sich eingelassen hat“, sagte er schmunzelnd. Schnell habe sich aber gezeigt, „dass du es wusstest“, wandte er sich direkt an Oschinsky. Dabei war die „Riesenklinik“ mit zwei Standorten in Schleswig schon 1990 eine Herausforderung besonderer Art gewesen, mit „unschönen Zuständen“ wie etwa akutem Raummangel. Oschinskys Antwort auf diese Probleme sei gewesen, „sich primär nur am Wohl des Patienten zu orientieren, was für mich als Ökonomen etwas Neues gewesen ist“.

Den Bettenabbau infolge der Dezentralisierung habe er, so Hiller, ebenso erfolgreich gemeistert wie die Integration der Jugendpsychiatrie in das Gesamtgebilde der Klinik. Und während der Geschäftsführer nach der Privatisierung mit dem Zuschlag für die Damp Holding ausgeschieden ist, „habe ich dich dafür bewundert, dass du deine Arbeit im Sinne der Patienten weiterverfolgen wolltest – und danke dir für eine gute gemeinsame Zeit“.

Ebenso zu den Gratulanten gehörte mit Anja Köppke die Stationsleitung der Psychosomatik. Sie lobte, dass ihr Chef „mit seiner kollegialen Klinikleitung das Miteinander gefördert hat“. Er sei dem Pflegepersonal auf Augenhöhe und stets „mehr als wertschätzend“ begegnet. „In diesem Sinne: ‚Tschüss, Oschy!‘“. Für die Zukunft wünschte sie ihm, dass er mindestens so alt werde wie seine Eltern – die beide stolze 91 Jahre alt sind.

Das Schlusswort gehörte dem „Chef zum Anfassen“, der seinen Mitarbeitern sowie seiner Familie „Danke“ sagte. Dies galt auch für seine Sekretärin Anja Beeck, „der Organisatorin meines Alltags“. Und er ergänzte: „Heute ist nur das Adieu Nummer eins, am 23. Mai folgt noch eine Klinikfete.“ Seinem Nachfolger wünsche er ein gutes Ankommen in Schleswig.

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