Schleswig Swingt : Prost auf die Mehrwegbecher!

Sie setzen auf den neuen Becher mit „Wikingerstadt“-Logo: Ingo Harder (li.), der das Stadtfest „Schleswig swingt“ auf die Beine stellt, und Kaj-Uwe Dammann, Veranstalter der Wikingertage, haben gestern schon mal angestoßen – mit alkoholfreiem Bier.
Sie setzen auf den neuen Becher mit „Wikingerstadt“-Logo: Ingo Harder (li.), der das Stadtfest „Schleswig swingt“ auf die Beine stellt, und Kaj-Uwe Dammann, Veranstalter der Wikingertage, haben gestern schon mal angestoßen – mit alkoholfreiem Bier.

Einheitliche Trinkgefäße für Großveranstaltungen angeschafft – Premiere ist am Wochenende bei „Schleswig swingt“.

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18. Juli 2018, 15:02 Uhr

Wenn am Wochenende das Stadtfest „Schleswig swingt“ steigt, dann wird Veranstalter Ingo Harder das Bier erstmals in Mehrwegbechern ausschenken. Lange hatte er sich dagegen gesträubt, hätte das in der Vergangenheit doch einen logistischen Mehraufwand bedeutet, den er nach eigenen Angaben nicht stemmen konnte. Doch nachdem die Grünen die Diskussion angestoßen hatten, um den Plastikmüll einzudämmen, wurde nun am „Runden Tisch Mehrwegbecher“ eine Lösung gefunden, die bei allen großen Veranstaltungen in Schleswig umgesetzt werden soll.

Und diese Lösung sieht so aus: Das Stadtmarketing und die Abfallgesellschaft Schleswig-Flensburg (ASF) als Sponsor haben zunächst 25 000 Mehrwegplastikbecher angeschafft, die von Veranstaltern großer Feste geliehen werden können. Die Becher können auch ungereinigt zurückgegeben werden. Dann werden sie gegen Gebühr von der Bad Segeberger Firma „cup & more“ in Spezialmaschinen gespült und können anschließend wiederverwendet werden.

„Damit erzielen wir einen doppelten Nutzen“, freut sich IHK-Geschäftsstellenleiter Stefan Wesemann, der im Aufsichtsrat des Stadtmarketings sitzt. „Zum einen kommen wir weg vom Einwegbecher und stärken den Umweltgedanken. Und zweitens tun wir etwas fürs Stadtmarketing.“ Die 0,3-Liter-Becher sind mit dem Logo der „Wikingerstadt Schleswig“ bedruckt.

Die Becher seien „schlicht, aber prägnant“, findet Bürgermeister Arthur Christiansen. Vor allem bedeuteten sie ein „Stück Nachhaltigkeit“. Das betonte gestern bei der Präsentation der Becher im Plessenhof auch Grünen-Ratsfrau Dorothee Tams. „Alle Seiten haben guten Willen gezeigt“, meinte sie.

Am Freitag um 16 Uhr feiert der Becher nun Premiere, wenn „Schleswig swingt“ offiziell eröffnet wird. Organisator Ingo Harder verhehlt jedoch nicht, dass ihn die Mehrwegbecher mehr kosteten als vorher die Einwegbecher. Daher werde er die Preise für Getränke erhöhen. Auf jeden Becher kommen zudem zwei Euro Pfand.

Der Siegeszug des Schleswiger Mehrwegbechers ist gleichwohl nicht aufzuhalten. Auch bei den Wikingertagen (9. bis 12. August) und beim Kulturfestival „Norden“ (30. August bis 16. September) werden die Trinkgefäße zum Einsatz kommen.

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