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Schleswiger Hexenprozesse : Pröpstin für Rehabilitation

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Stadtführer Jens Nielsen könnte Erfolg haben mit seinem Ziel, die Frauen zu rehabilitieren, die im 16. Jahrhundert auf dem Rathausmarkt verbrannt wurden.

shz.de von
erstellt am 08.Okt.2013 | 07:45 Uhr

Kommt eine Rehabilitation der etwa im 16. Jahrhundert auch in Schleswig als „Hexen“ zu Tode gebrachten Menschen? Bürgermeister Thorsten Dahl hat in der letzten Woche mit den Fraktionsvorsitzenden darüber gesprochen – jedenfalls einer öffentlichen Erinnerung an das Leid der damals unschuldig Verurteilten dürfte sich niemand versagen. CDU-Fraktionschef Holger Ley etwa könnte sich persönlich „durchaus vorstellen, einen Gedenkstein an geeigneter Stelle“ aufzustellen und „das Geschehen in geeigneter Art und Weise“ aufzuarbeiten. So seine Stellungnahme gegenüber Jens Nielsen vom Arbeitskreis Hexenprozesse in Schleswig (wir berichteten).

Auch die Kirche hat sich zum Thema „Hexen“ zu Wort gemeldet. Johanna Lenz-Aude, Pröpstin im Kirchenkreis Schleswig-Flensburg, geht sogar noch einen Schritt über das Erinnern hinaus. Gegenüber den SN betont sie:„Ich halte es für wichtig, sich mit dem Unrecht vergangener Zeiten auseinanderzusetzen und Menschen zu rehabilitieren.“

In die Darstellung der Stadtgeschichte sind die dunklen Zeiten bereits eingeflossen. „Die Hexe soll brennen“: Diese Stadtführung wird im vierten Quartal nicht mehr regelmäßig angeboten; sie kann aber von Gruppen gebucht werden unter info@ostseefjordschlei.de oder 04621-850056.

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