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Kirchenkreis Schleswig-Flensburg : Popmusiker im Auftrag des Herrn

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

An diesem Sonntag wird Matthias Weber in die neu geschaffene Stelle im Kirchenkreis Schleswig-Flensburg eingeführt – als erster Popmusiker im Auftrag des Herrn.

Klavierspielen und Gesang sind seine Leidenschaft, und auch wenn er ein Schlagzeug, eine Gitarre, eine Posaune oder eine Orgel sieht, juckt es ihn sofort in den Fingern: Matthias Weber hat seit Januar die neu geschaffene Stelle des Popularmusikers im Kirchenkreis Schleswig-Flensburg inne. Morgen um 14 Uhr bekommt er in einem musikalisch-fröhlichen Gottesdienst in St. Michael zu Flensburg von Pröpstin Carmen Rahlf den Segen für sein neues Amt.

Mit dieser Stelle des Popularmusikers sei für ihn ein Traum in Erfüllung gegangen, sagt Matthias Weber: „Als ich die Zusage bekam, musste ich mich immer wieder zwicken, um zu merken, dass ich nicht träume.“ Für die Stelle hat er nach 47 Lebensjahren seine hessische Heimat verlassen, wo er früher als Verwaltungsangestellter bei der Kirche und dann beim Deutschen Roten Kreuz als Rettungssanitäter und in der Verwaltung gearbeitet hatte.

Für die Musik lebt er schon seit dem fünften Lebensjahr, er hat Chöre geleitet und begleitet und über viele Jahre hinweg christliche Rockmusik in einer Band gespielt. Als Popularmusiker wird er nun Pop-Musik in den Gottesdiensten der Jugendkirche und in anderen Kirchengemeinden gestalten, Pop-Chöre leiten und andere Chorleiter fortbilden. So ist beispielsweise ein Jugendchor etabliert, und in der Kirchengemeinde Jübek geht in Kürze ein Projektchor an den Start. Bereits im November wird dieser in einem Pop-Gottesdienst erstmals Lieder vom Oslo Gospelchor und von Xavier Naidoo zum Besten geben.

Popularmusikerstellen kann man laut Weber derzeit in ganz Deutschland noch an zwei Händen abzählen, sie liegen aber nach seinen Worten „voll im Trend“. So sei der Kirchenkreis Schleswig-Flensburg mit der Besetzung dieser Stelle ein Vorreiter. Auch Pröpstin Carmen Rahlf begrüßt, dass die schon länger eingeplante Popularmusiker-Stelle nun besetzt worden ist: „Hier im Kirchenkreis haben wir eine hochkarätige klassische Musikszene, die unsere Tradition lebendig hält. Mit der christlichen Rock- und Pop-Musik erweitern wir nun das kirchenmusikalische Angebot für diejenigen, denen moderne Musik näher steht.“ Man nehme somit das heutige Lebensgefühl mit in die Tradition auf. „Die Botschaften von Leben, Glauben und Hoffnung werden in unsere Zeit und unsere Sprache übertragen“, so die Pröpstin.

„Mit neuer kirchlicher Musik gelingt es, die christliche Botschaft fröhlich weiterzugeben, viele Menschen gehen nach Gottesdienst oder Chorprobe freudig und beschwingt aus der Kirche“, sagt auch Matthias Weber, der getreu seines Lieblingsfilms „Blues Brothers“ immer „im Auftrag des Herrn“ unterwegs ist. Ganz wichtig sei dabei, dass die klassische und die moderne Kirchenmusik sich gut ergänzen und beide ihren Platz haben.

Wie sie nebeneinander und auch miteinander das kirchliche Leben gestalten können, haben Kirchenmusikdirektor Michael Mages und Matthias Weber in St. Nikolai zu Flensburg schon gezeigt. Und auch beim morgigen Einführungsgottesdienst wird zu erleben sein, wie Musik die christliche Botschaft fröhlich und modern weitergeben kann. „Für mich wird die Einführung eine große Party“, freut sich der neue Pop-Kirchenmusiker. Dazu erwartet er nicht nur seine Familie aus der hessischen Heimat, sondern auch seinen ganzen ehemaligen Chor samt Familien – mehr als eine Busladung voller Menschen.

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