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Einbruch-Serie in Schleswig : Polizei mahnt zur Wachsamkeit

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Unbekannte Täter sind seit Ende Oktober insbesondere im Norden des Schleswiger Stadtgebiets unterwegs.

von
erstellt am 06.Dez.2017 | 12:21 Uhr

Rosenwinkel, Narzissenhof, Weberstraße, Hopfenwiese, Kastanienallee, Seekamp, Altfeld und Schneidemühler Straße – das sind die Adressen, zu denen die Beamten der Schleswiger Kripo in den letzten Wochen ausrücken mussten, um Einbruchspuren in Einfamilienhäusern zu sichern. Ein oder mehrere unbekannte Täter machen derzeit insbesondere den Norden und Osten der Stadt unsicher. „Wir wissen noch nicht, ob alle Taten miteinander zusammenhängen“, sagt Polizeisprecher Christian Kartheus. Die Häufung der Einbrüche nimmt er jedoch zum Anlass, die Schleswiger Bürger zu erhöhter Wachsamkeit aufzurufen. „Wenn Sie in der Nachbarschaft etwas Auffälliges beobachten, wählen Sie lieber einmal zu viel die 110 als einmal zu wenig.“ Wenn sich später herausstellt, dass der seltsame Unbekannte, der auf dem Grundstück herumgeistert, bloß ein guter Freund des Nachbarn ist, werde die Polizei deshalb niemandem einen Vorwurf machen.

Die beste Möglichkeit, einen Einbruch aufzuklären, besteht darin, den Täter auf frischer Tat zu ertappen. Bei schneller Alarmierung würden die Chancen dazu gar nicht so schlecht stehen, sagt Kartheus. „Von der Wache in der Friedrich-Ebert-Straße aus sind die Kollegen innerhalb weniger Minuten vor Ort.“ Dennoch ist es bei keinem der Einbrüche in den vergangenen Wochen gelungen, jemanden zu erwischen. Die Polizei kann noch nicht einmal Angaben dazu machen, ob ein Einzeltäter hinter der Serie steckt, ob es eine organisierte Bande ist oder ob mehrere Einbrecher unabhängig voneinander die dunkle Jahreszeit nutzen, um auf Beutezug zu gehen. „Ab November verzeichnen wir immer einen Anstieg bei der Zahl der Einbrüche“, sagt Kartheus. Die Häufung im Schleswiger Stadtgebiet sei dennoch auffällig. Der oder die Täter bevorzugen dabei anscheinend ruhige Wohngegenden und wählen auch gern Sackgassen aus. „Dort gibt es zwar weniger Fluchtmöglichkeiten, aber ohne Durchgangsverkehr ist vielleicht auch die Chance höher, unentdeckt zu bleiben“, meint der Polizeisprecher.

Übrigens waren die Einbrecher nicht in jedem Fall erfolgreich. Zuletzt gelang es am vergangenen Sonntag einer 93-jährigen Frau in St. Jürgen, den Täter zu verjagen: Er ergriff sofort die Flucht, als er bemerkte, dass jemand im Haus ist. In anderen Fällen gaben die Einbrecher schon auf, bevor sie überhaupt ins Haus gelangten – einfach weil die Fenster zu schwierig zu öffnen waren. „Es lohnt sich, zusätzliche Sicherungen einzubauen“, sagt Kartheus. „Wenn ein Einbrecher es nach vier Minuten immer noch nicht geschafft hat, das Fenster zu öffnen, wird er in der Regel aufgeben, weil die Gefahr zu groß ist, irgendwann entdeckt zu werden.“


>Allgemeine Hinweise zu den Taten nimmt die Kripo auch unter Tel. 04621/840 entgegen.


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