Nospa : Planspiel: Schüler sind Unternehmensvorstände

Zufriedene „Unternehmensvorstände“: Lynn Nicolaisen, Christoph Hansen und Malte Arms (vorne, von links). Foto: Kahl
Zufriedene „Unternehmensvorstände“: Lynn Nicolaisen, Christoph Hansen und Malte Arms (vorne, von links). Foto: Kahl

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28. Januar 2011, 12:09 Uhr

Schleswig | 18 Schüler aus den zwölften Jahrgängen der Lornsen- und der Domschule wurden im Rahmen des von der Nospa und dem Arbeitgeberverband organisierten Wirtschaftsplanspiels Wiwag in dieser Woche zu den Vorständen von drei gutgehenden Aktienunternehmen.

Jeweils sechs Schüler bildeten einen Unternehmensvorstand - mit vollem Erfolg: Ihre fiktiven Aktiengesellschaften "Wave Sounds", "Smooth on" und "Cherry Tunes" erarbeiteten sich von Montag bis heute große Anteile am Markt der MP3-Player - trotz gegenseitiger und koreanischer Konkurrenz.

Das Ziel der Aktiengesellschaften erklärt Lynn Nicolaisen ganz einfach: "Den Gewinn optimieren." Personalmanagement, Marketing-Strategien, Vertriebskonzepte, Zufriedenheit der Mitarbeiter, Preis-Segment und Qualitätssicherung spielten dabei wichtige Rollen. Und das Zusammenspiel eben dieser Unternehmensbereiche. All dies wurde von den Veranstaltern des Planspiels theoretisch gelehrt und von den Schülern praxisnah erlebt. "Über die Umstrukturierung des Vertriebsweges - Warenhäuser oder Vertragshändler - haben wir regelrecht gestritten" schildert Nicolaisen lebendige Diskussionen mit ihrer Unternehmensführung. Angesichts der ebenfalls anwesenden Vorsitzenden der bis heute konkurrierenden Unternehmen wollte sie das Ergebnis des Streits gestern aber nicht bekannt geben.

Malte Arms, Vorsitzender der "Wave Sounds AG": "Das Planspiel hat Spaß gebracht. Wir haben gelernt, welche Konsequenzen unternehmerische Entscheidungen haben." Für Christoph Hansen war derweil klar, was das spannendste Thema war: "Marketing, da erkennt man viel aus der eigenen Umgebung wieder."

Für die Nospa und den Arbeitgeberverband stellt die wiederholte Durchführung des Planspiels ein Puzzle-Teil des Personalmarketings dar: "Uns geht es darum, die Schüler für die Wirtschaft und die Sparkassen zu interessieren", erklärte Christina Sievers, seit kurzem verantwortlich für die Personalentwicklung der Bank. Fabian Geyer vom Arbeitgeberverband ergänzte: "Wir sind voll im demografischen Wandel. Gute Leute zu bekommen und sie zu halten, ist in unserer strukturschwachen Region eine große Aufgabe." Das Planspiel helfe dabei.

Geyer: "Ich habe heute viel darüber erfahren, was wichtig ist, um als regionale Arbeitgeber attraktiv zu sein." Familienfreundlichkeit, die soziale Umgebung, günstige Mieten seien aus Sicht der Schüler wichtige Faktoren.

Und trotz der teilweise schweren Theorie-Einheiten scheint die Begeisterung bis zum letzten Tag des Planspiels ungebrochen. Nicolaisen freut sich auf die heutige Aktionärsversammlung: "Die ,Wave Sounds AG ist positiv aufgestellt. Unsere Aktionäre werden zufrieden sein."

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