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Schleswiger Nachrichten

15. Dezember 2017 | 09:44 Uhr

Schleswig : Pflege-Einrichtung mit Schlossblick

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Wo jetzt noch die Trümmer des abgerissenen Hotels „Stadt Hamburg“ liegen, soll in Kürze ein Pflegeheim mit 106 Betten entstehen.

von
erstellt am 17.Apr.2015 | 07:45 Uhr

Noch ist das ehemalige Hotel „Stadt Hamburg“ nicht ganz unter der Erde. Aber wenn auch die letzten Schuttberge auf dem Gelände beseitigt sind, brechen dort neue Zeiten an. Wie Phönix aus der Asche soll sich ein neuer Gebäudekomplex erheben: Eine Senioren-Residenz mit insgesamt 106 Betten.

Andreas Anspach (44), der als Geschäftsführer der Seniorenresidenz Stampfmühle das gesamte Areal von Bauunternehmer Ingo Stoll übernommen hat, zeigt sich zuversichtlich, seine Pläne schon bald verwirklichen zu können. „Der Baubeginn soll noch in diesem Jahr sein“, kündigt er auf SN-Nachfrage an.

Doch noch gibt es Hürden, letzte Abstimmungsgespräche mit dem Bauausschuss sowie dem Bauamt der Stadt stehen an. Denn in der jüngsten Ausschuss-Sitzung hatte Vorsitzender Klaus Bosholm (SPD) Bedenken geäußert, dass in der Planung die beiden dreigeschossigen Bauten zu weit von der Straße zurückversetzt seien. „Wir wollten eigentlich die künftigen Bewohner der Residenz noch mehr vom Straßenverkehr abschirmen“, sagt Anspach, sieht aber die neue Planungsänderung dennoch als unproblematisch an.

In der Senioren-Residenz soll es fast nur Einbett-Zimmer geben (18 Quadratmeter groß). „Alle haben einen traumhaften Ausblick“, betont der Projektbetreiber. Zudem führten alle Aufenthalts- und Gemeinschaftsräume zu Terrassen oder Balkonen hinaus. Besonders hervorzuheben sei, dass bettlägerige Patienten, etwa nach einem Schlaganfall, im jeweils eigenen Bett ins Freie geschoben werden könnten, sagt Anspach. Die Terrassentüren seien in der entsprechenden Breite eingeplant.

Das Pflegekonzept, hinter dem die „VitaCare Gesellschaft für den Betrieb von Pflegeeinrichtungen“ stehe, werde vergleichbar sein mit dem der Senioren-Residenz Stampfmühle. Insbesondere gehe man auch auf Demenzkranke ein. Anspach will die Geschäftsführung für beide Einrichtungen übernehmen. Nach seinen Angaben sollen 62 Vollzeitkräfte und weitere Teilzeit-Arbeitende eingestellt werden. Zudem entstünden elf neue Ausbildungsplätze.

106 Pflegebedürftige – das bedeute, dass deren Angehörige, die zu Besuch kommen, Lollfuß und Innenstadt beleben werden. Details zur Fassaden- und Fenster-Gestaltung sowie zu den Baukosten könne er noch nicht nennen, das sei noch nicht ausgereift, erklärt Anspach auf Nachfrage. Jedoch: „Wir schaffen eine respektvolle Architektur zur geschichtsträchtigen Nachbarschaft.“

Mit dem Bauprojekt wird eine lang gehegte Vision vieler Schleswiger, vor allem aber der Lollfußer, wahr werden: Denn es entsteht ein Verbindungsweg für Spaziergänger, der direkt vom Lollfuß bis hin zur Brücke über den Burggraben führen wird.

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