zur Navigation springen

Jahrelange Raumnot beendet : Peter-Härtling-Schule bekommt mehr Platz

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die jahrelange Raumnot an der Peter-Härtling-Schule in Schleswig soll ein Ende haben: Der Kreiskulturausschuss hat die Erweiterung um vier Klassenräume auf den Weg gebracht – nach fast fünf Jahren Stillstand.

Der Aufschrei von Heidemarie Koch war laut und wirkte offenbar nachhaltig: Die Leiterin der Peter-Härtling-Schule hatte einen Ortstermin des Kulturausschusses im Februar genutzt und die Politiker mit ihrer Misere konfrontiert. Zu wenig Personal und vor allem extreme Raumnot belasten die sogenannte G-Schule (Förderschule geistige Entwicklung) schon seit Jahren (wir berichteten). So könne es nicht weiter gehen, warnte Koch eindringlich und führte die Politiker auch zum „Bunker“, einen vor Jahren begonnenen, aber nie fertig gestellten Rohbau für zusätzliche Klassenräume – gewissermaßen ein Sinnbild für die Versäumnisse der letzten Jahre. Jetzt will die Politik Nägel mit Köpfen machen.

Eigentlich wollte der Kulturausschuss eine von der Verwaltung gefertigte Vorlage beschließen, die die Unsprungsidee aus dem Jahr 2009 weiterentwickelte und eine Erweiterung der Schule um zwei große Klassenräume (je 60 Quadratmeter) und einen Gruppenraum vorsah, doch noch in der Sitzung entschied man sich um. Der Servicebetrieb des Kreises hatte eine Alternativplanung vorgelegt, die den vorhandenen Raum noch effektiver nutzt. Nun soll die Schule sogar um vier Klassenräume à 50 Quadratmeter erweitert werden.

Ausschussvorsitzender Karsten Stühmer wies auf die Dringlichkeit des Erweiterungsbaus hin. Er hoffe, dass die neuen Räume bereits zum Schuljahresbeginn 2015/16 genutzt werden könnten, betonte er. Das Geld – gerechnet wird mit Kosten von rund 560 000 Euro – sollte nicht erst 2015, sondern schon in einem Nachtragshaushalt 2014 bereitgestellt werden.

Eine detaillierte Ausarbeitung der als „Variante III“ bezeichneten Planung wird der Servicebetrieb in der nächsten Sitzung des Ausschusses im September vorstellen.

Wie dringend die Erweiterung ist, hatte die Schulleiterin den Ausschussmitgliedern nicht nur mit einem Blick in die überfüllten Klassenräume verdeutlicht. Auch die Statistik belegt, dass die Schülerzahlen allen Prognosen zum Trotz in den vergangenen 20 Jahren nur eine Richtung kannten – nach oben. 61 Schüler besuchten die Schule im Jahr 1995, die Zahl stieg auf 86 im Jahr 2001, um in den darauf folgenden Jahren wieder leicht zu sinken. Im Jahr 2008 wurden schon 98 Schüler gezählt, die Prognose des Landes ging damals von 80 Kindern und Jugendlichen aus. In diesem Schuljahr besuchen 106 Schüler die Einrichtung im Schleswiger Stadtteil Friedrichsberg, 108 werden für das kommende Schuljahr erwartet.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 28.Mai.2014 | 07:45 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen