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Schuby : Pendler ärgern sich über Schlaglöcher

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Niemand fühlt sich für die Wartung der Parkplätze an den Autobahnausfahrten Schuby und Jagel zuständig. Die Buckelpisten rütteln selbst Geländewagen ordentlich durch.

An einigen Tagen im Monat wechselt Antje F. (Name von der Redaktion geändert) das Auto, steigt auf dem Pendlerparkplatz an der A7-Abfahrt Schleswig/Schuby zu ihren Kollegen in den Wagen, um die weitere Fahrt zum Arbeitsplatz in Husum gemeinsam zurückzulegen. Und an jedem dieser Tage „blutet ihr das Herz“, wenn sie mit ihrem Audi Q3, einem „durchaus geländegängigen Fahrzeug“, ein Schlagloch nach dem anderen auf dem Parkplatz mitnimmt. Denn davon gibt es viele auf dem Platz, sagt sie. „Mir tut jeder Zipfel meiner Seele weh, wenn ich da längs fahre“, so die Jagelerin, die aus beruflichen Gründen nicht namentlich genannt werden möchte.

Auf dem Pendlerparkplatz an der Autobahnabfahrt Schleswig-Jagel sieht es nicht viel besser aus. „Der Zustand ist scheiße – wie in der Türkei“, sagen Raso Halla und Azad Saglam aus Rendsburg, die den Parkplatz regelmäßig nutzen. Auch wenn dieser Platz im Gegensatz zu dem an der Abfahrt Schleswig/Schuby immerhin eine Asphaltdecke anstelle von Kies aufweist, finden sich auch hier an einzelnen Stellen große Hubbel und Löcher, die die Autoreifen beschädigen können.

„So ein Pendlerparkplatz ist ja auch eine ökologisch sinnvolle Sache“, betont Antje F.. Irgendwer müsse doch für die Wartung der Plätze zuständig sein. Ihre Bemühungen, diesen jemand beziehungsweise die entsprechende Behörde ausfindig zu machen – blieben jedoch erfolglos. Zwar habe jemand in gewissen Abständen den Platz an der Abfahrt Schleswig/Schuby immer mal saniert, jedoch haben diese Ausbesserungsarbeiten nicht lange gehalten, kritisiert sie.

Karl-Heinz Roos, Leiter der Niederlassung Flensburg vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) weist die Kritik von sich. Es gebe nur einen offiziellen Pendlerparkplatz in seinem Bezirk, und zwar den an der L15 in direkter Nähe zur Autobahnabfahrt Tarp. Dieser Platz werde regelmäßig gewartet. Alle anderen „angeblichen“ Pendlerparkplätze seien gar keine offiziell ausgewiesenen Parkplätze. Folglich sehe er seinen Betrieb auch nicht in der Pflicht, dort aktiv zu werden. Vielmehr, er dürfe es gar nicht, betont Roos. Trotzdem mag es das ein oder andere Mal vorgekommen sein, dass seine Mitarbeiter – allein aus gutem Willen – Kies aufgeschüttet oder in anderer Weise Schäden auf den Parkplätzen behoben haben, so Roos. Laut sagen möchte er das jedoch nicht, denn schließlich sei das Geld, das dem Landesbetrieb zur Verfügung stehe, nicht dafür gedacht. „Wir werden da sicher kein Geld reinstecken, um diese Plätze besser zu machen“, argumentiert Roos daher. „Wir lehnen jegliche Haftung ab, wenn dort etwas passiert.“ Das machen auch die beiden Schilder deutlich, die der LBV-SH vorsorglich an dem Parkplatz an der Anschlussstelle Schleswig/Schuby aufgestellt hat, da das Grundstück an sich offiziell dem Bund gehört. „Benutzung der Abstellflächen auf eigene Gefahr“ heißt es dort ausdrücklich.

Bund und Land entscheiden, an welchen Stellen offiziell Parkplätze ausgewiesen werden. Roos warnt jedoch davor, sich an die jeweiligen Instanzen mit Beschwerden oder Wünschen für die Ausweisung und Pflege eines bis dato „nicht-offiziellen“ Parkplatzes zu richten. Denn er ist sich sicher: Dann wird der Platz einfach komplett dicht gemacht.

Um dies zu vermeiden, bietet es sich für diejenigen, die den Parkplatz an der Abfahrt Schleswig/Schuby nutzen, jedoch unzufrieden mit seinem Zustand sind, an, dem Tipp von Schubys Bürgermeister Helmut Ketelsen zu folgen. Er empfiehlt, ein paar hundert Meter weiter zu fahren und am Buschacker, parallel zur B 201, oder am Bahnhof seinen Wagen abzustellen.

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erstellt am 05.Mai.2014 | 15:00 Uhr

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