Schleswig : Pastor Thieme-Hachmann verabschiedet sich am Sonntag

Joachim Thieme-Hachmann.
Joachim Thieme-Hachmann.

Der Schleswiger Dompastor Joachim Thieme-Hachmann wechselt nach Heikendorf.

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24. August 2018, 13:37 Uhr

Neun Jahre lang war Pastor Joachim Thieme-Hachmann (59) in Schleswig als Dompastor tätig. Jetzt wechselt er zur evangelischen Kirchengemeinde Heikendorf bei Kiel. Die Schleswiger evangelische Gemeinde und der Kirchenkreis Schleswig-Flensburg verabschieden ihn am morgigen Sonntag um 14.30 Uhr in einem Gottesdienst im Dom. Zuletzt hatte der Pastor vertretungsweise die Pfarrstelle in Schuby betreut.

Thieme-Hachmann spricht von „Herausforderungen“, mit denen er in Schleswig zuletzt zu tun hatte und nennt dabei die Fusion der Domgemeinde mit den Gemeinden Michaelis und Friedrichsberg zur neuen evangelischen Kirchengemeinde Schleswig, aber auch die Auseinandersetzung um die Arbeitsstelle seiner Frau Ute bei der Kirchengemeinde. Ute Hachmann hatte in der Gemeinde auf Minijob-Basis die Kindergruppe „Paulus-Kids“ betreut. Im Herbst 2016 hatte der Kirchengemeinderat mehrheitlich beschlossen, das Arbeitsverhältnis zu beenden. Eine offizielle Begründung gab es nicht, die Rede war von atmosphärischen Störungen im persönlichen Bereich.

In Schleswig habe Thieme-Hachmann während seiner Amtszeit für einen „visionären Ansatz“ gestanden, heißt es in der Einladung der Gemeinde und des Kirchenkreises zum Verabschiedungsgottesdienst. Beispielsweise habe er mit dem Lichtreise-Projekt im Dom Impulse gesetzt, die noch heute bei den Überlegungen zur Domsanierung weiterwirken. Er habe mit Schlei-Taufen und Familiengottesdiensten die Kirche offen gestaltet und nicht-kirchliche Orte ins Spiel gebracht und er hat als einer der Motoren die Fusion zur Kirchengemeinde Schleswig maßgeblich mitgestaltet.

Zu seinem Wechsel nach Heikendorf sagt Thieme-Hachmann: „Beim Stellenprofil habe ich mich 100-prozentig wiedergefunden. Die Heikendorfer waren auf der Suche nach einem Pastor, der gemeinsam mit der Gemeinde Visionen für die Zukunft entwickelt – und genau das wünsche ich mir auch.“ Die Fusion der Kirchengemeinden sei als Projekt abgeschlossen, „so dass es an der Zeit war zu fragen, welche Aufgabe jetzt für mich persönlich richtig ist und wie ich meine Rollen als Pastor und gleichzeitig als Ehemann gut vereinen kann“.

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