Kappeln : Partnerschaft mit einem Dorf in Afrika

Regina Kölln, Martina Braatz, Sabine und Matthias Mau, Antje Hanselmann sowie Dr. Gönna Hartmann-Petersen und Dr. Karsten Petersen (v.l.) gehören zur Tansania-Arbeitsgemeinschaft der Kirchengemeinde Kappeln. Foto: u.Köhler
Regina Kölln, Martina Braatz, Sabine und Matthias Mau, Antje Hanselmann sowie Dr. Gönna Hartmann-Petersen und Dr. Karsten Petersen (v.l.) gehören zur Tansania-Arbeitsgemeinschaft der Kirchengemeinde Kappeln. Foto: u.Köhler

Viel Resonanz bei Auftaktveranstaltung der Kappelner Tansania-Arbeitsgemeinschaft / Angestrebt werden Brieffreundschaften und Praktika

Avatar_shz von
11. Mai 2011, 07:21 Uhr

Kappeln | "Wir wollen Freunde sein." Das hat sich die Tansania-Arbeitsgemeinschaft "TAG" zum Ziel gesetzt und weiß sich dabei von vielen Mitgliedern der Kirchengemeinde Kappeln getragen. Zur "TAG" gehören Regina Kölln, Martina Braatz, Antje Hanselmann, Sabine und Matthias Mau sowie das Pastoren-Ehepaar Dr. Gönna Hartmann-Petersen und Dr. Karsten Petersen. Sie wollen mit ihrer Partnerschaft das fortsetzen, was 2006 in einer Gemeinschaftsaktion der Lions-Clubs Kappeln, Faaborg (Dänemark), Brevik (Norwegen) und Falkenberg (Schweden) als Hilfsaktion für die handwerkliche Ausbildung von Aids-Waisen begann und jetzt mit einer kirchlichen Partnerschaft mit der Gemeinde Ngaruma fortgesetzt wird.

Das Hilfsprojekt der vier Lions-Clubs lief im vergangenen Jahr aus - Sabine und Matthias Mau haben mit Tansania Kontakt gehalten. Für Matthias Mau war es bei einem Besuch in Afrika ein Schlüsselerlebnis, als er sah, wie ein 13-Jähriger freihändig Holz sägte. Seine Sorge, dass sich der Jugendliche Finger absägt, wuchs - schließlich ist Mau Tischler. Für ihn war klar, dass eine optimale technische Ausstattung vonnöten ist.

Bei den Besuchen in Tansania wurde den Eheleuten aus Kappeln deutlich, dass neben aller finanziellen Hilfe auch ideelle Unterstützung erforderlich ist. Ihnen wurde gesagt, dass sich die Gemeinde ausdrücklich eine kirchliche Partnerschaft wünsche. Die Sehnsucht nach Kontakten sei groß, man möchte die geknüpften Beziehungen auf stabile Füße stellen.

Dieser Wunsch fiel beim Vorstand der Kirchengemeinde Kappeln auf fruchtbaren Boden - Ende vergangenen Jahres fiel die Entscheidung für eine Partnerschaft mit Ngaruma. Vor wenigen Wochen gab es eine Partnerschafts-Auftaktveranstaltung mit großer Resonanz. Im Christophorus-Kindergarten erfahren die Zweieinhalb- bis Sechsjährigen, dass es außerhalb von Kappeln noch viele Menschen gibt. Auf einer bildhaften Weltreise sind die Jungen und Mädchen inzwischen in Tansania angekommen.

Ziel der "TAG" ist es, die Partnerschaft auf vielen Ebenen mit Leben zu füllen - dazu könnten Brieffreundschaften und Praktika, die das Nordelbische Missionszentrum im Rahmen des Freiwilligen-Programms vermittelt, gehören. In der zweiten Juni-Hälfte wird Loveland Makundi, Verwaltungsleiter des Kirchenkreises, zu dem Ngaruma gehört, der Nordelbischen Kirche einen Besuch abstatten - mit Abstecher nach Kappeln. Diese Partnerschaft ist für die Kirchengemeinde der Schleistadt Neuland, das, wie die "TAG"-Mitglieder sagen, "wir gerne betreten".

Der Anfang sei gemacht, irgendwann werde es auch persönliche Begegnungen geben. Vieles sei noch Vision. Dass da raus Realität wird, dafür stehe die "TAG": "Wir sind eine weltweite Kirche, eine Menschheit."

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen