Schleicenter-Parkdeck : Parkzeitüberschreitung 30 Euro: Es gibt wieder Knöllchen von „Play Fair Parking“

Das Parkdeck auf dem Schleicenter: Wer hier seine Parkscheibe vergisst, muss 30 Euro zahlen.
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Das Parkdeck auf dem Schleicenter: Wer hier seine Parkscheibe vergisst, muss 30 Euro zahlen.

Der Schleicenter-Betreiber AVW hat den Vertrag mit dem Parkraum-Kontrolleur mit zwei Monaten Verspätung doch noch verlängert.

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08. Februar 2018, 12:13 Uhr

Schleswig | Mehr als zwei Monate lang war Ruhe. Wer auf dem Schleicenter-Parkdeck sein Auto abstellte, brauchte keine Angst vor Knöllchen zu haben. Damit ist nun Schluss. Seit wenigen Tagen verteilt die Firma „Play Fair Parking“ aus Hamburg wieder ihre Zahlungsaufforderungen. Den entsprechenden Vertrag hatte der Schleicenter-Eigentümer AVW mit Wirkung zum 1. Dezember des vergangenen Jahres gekündigt.

Inzwischen habe man sich auf einen neuen Vertrag geeinigt, bestätigt AVW-Sprecher Dirsko von Pfeil auf SN-Nachfrage. „Play Fair Parking“ war seit Anfang 2016 auf dem Schleicenter aktiv. Zuvor hatten die Politessen der Schleswiger Stadtverwaltung in Absprache mit AVW das privat betriebene Parkdeck nach denselben Regeln überwacht wie den öffentlichen Straßenraum.

Mit der Übernahme durch „Play Fair“ änderte sich für die Autofahrer einiges. So sind die Vertragsstrafen, die bei Parkzeitüberschreitung fällig werden, mit mindestens 30 Euro deutlich höher als die Verwarngelder, die das Ordnungsamt der Stadt Schleswig kassiert. Zudem hatten im vergangenen Herbst zahlreiche Autofahrer berichtet, sie hätten Zahlungsaufforderungen von „Play Fair“ erhalten für Parkverstöße, die mehr als anderthalb Jahre zurückliegen. Auch habe das Unternehmen Beweise erst dann vorlegen wollen, wenn es zu einer Gerichtsverhandlung kommt.

„Play-Fair“-Chef Moritz Dohna wollte auf Nachfrage dazu keine Stellung nehmen und verwies lediglich darauf, dass Forderungen laut Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB) erst nach drei Jahren verjähren.

Andere neue Vertragsabschlüsse neben dem mit den Parkraum-Kontrolleuren hat Dirsko von Pfeil unterdessen nicht zu vermelden. Man führe zwar weiterhin Gespräche mit möglichen Interessenten für die zahlreichen leer stehenden Ladenflächen in der Einkaufspassage. Bisher aber ohne Ergebnisse.

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