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Bahnhofstraße in Süderbrarup : Parkverbot wird zum Dauerbrenner

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der Verkehr in der Ortsdurchfahrt stockt trotz Halteverbots. Auch im Bauausschuss gab es kein klares Votum. Einige Bürger wollen eine Geschwindigkeitsbegrenzung.

shz.de von
erstellt am 21.Feb.2014 | 12:00 Uhr

Ein mögliches Parkverbot in der Bahnhofstraße erhitzt in Süderbrarup schon länger die Gemüter. Die Ortsduchfahrt ist auf der zur B 201 führenden Fahrbahnseite komplett mit einem Halteverbot versehen, auf der anderen Straßenseite gilt dies nur an einigen Stellen. Parkende Autos sorgen auf der schmalen Straße dennoch immer wieder für stockenden Verkehr.

Nun stand das Parkverbot erneut im Bauausschuss zur Diskussion. Ein Parkverbot war es jedoch nicht, das die zum Ausschuss erschienen gut 20 Süderbraruper Bürger forderten. Sie vertraten überwiegend die Meinung, dass eine Geschwindigkeitsreduzierung auf dieser Landesstraße die bessere Methode zur Erhöhung der Verkehrssicherheit ist. Kritisiert wurde auch, dass ein bereits im Juli vergangenen Jahres von Sebastian Pacht in diesem Sinne gestellter Antrag nicht im Bauausschuss verhandelt worden war. Ausschussvorsitzender Andreas Kupperschmidt will sich die Situation vor Ort noch einmal zusammen mit Ausschussmitgliedern anschauen. Die endgültige Entscheidung treffe dann das Ordnungsamt, hieß es.

Nach Sanierung der Bahnhofstraße, der Bachstraße und der Straße am Markt sowie laufenden Arbeiten in der Raiffeisenstraße berieten die Mitglieder des Bauausschusses über die Sanierung der Bismarckstraße von der Königstraße bis zur Angelnstraße. Der beratende Ingenieur Alexander Lindemann legte drei Konzepte vor, deren Kostenrahmen je nach Sanierungsgrad zwischen 220 000 Euro und 712 000 Euro lag. Der Vollausbau war den Mandatsträgern zu teuer und die Bearbeitung lediglich der aktuellen Schäden verspricht keine lange Haltbarkeit sowie unübersehbare Folgekosten. Den entscheidenden Anstoß gab Johannes Jensen, Vorsitzender des Finanzausschusses: „Wollen wir ein Schlagloch oder ein Finanzloch?“, fragte er provokant. Daraufhin entschieden die Bauausschussmitglieder einstimmig, das Projekt auf finanzstärkere Zeiten zu verschieben.

Stefan Lenz, Geschäftsführer des Sankt Nikolaiheims Sundsacker, will die Straßenführung zum neu erworbenen Jugendaufbauwerk in Süderbrarup verändern. Statt mittig soll der Weg jetzt am Rande neben Wanderweg und Eisenbahn entlang führen. Dabei sollen die nebeneinander liegenden Wege nur durch einen Bordstein oder Ähnliches getrennt sein. Das Heim will diese Strecke mit eigenen Mitteln pflastern lassen und auch für den Winterdienst sorgen. Bauausschussmitglied Nikolaus Bäumer sprach sich gegen diesen Vorschlag aus, da seiner Meinung nach die Sicherheit der Wanderer nicht mehr gewährleistet sei. Doch die restlichen Mitglieder stimmten für die positive Weiterleitung des Vorschlags an die Gemeindevertretung.

Die Gemeinde will die Einrichtung eines Skaterplatzes weiter verfolgen. Dafür vorgesehen ist ein 600 Quadratmeter großes Grundstück in der Gewerbestraße. Da hier auch Betriebsleiterwohnungen angesiedelt sind, wird die Gemeinde ein Lärmgutachten in Auftrag geben, das Grundlage für eine Realisierung des Projektes ist.

Bauausschussmitglied Jan Kumke hatte eine Vorschlagsliste für die Bepflanzung der Verkehrsinseln in der Bachstraße ausgearbeitet. In Abstimmung mit ihm wird Bürgermeister Friedrich Bennetreu die endgültige Auswahl treffen.

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