"Ozapft is": Mehr als 1000 Gäste gaben ihr fachmännisches Urteil ab

Oktoberfest-Stimmung   auf dem Platz vor der frisch installierten Taarstedter Brauerei - das  ließ niemanden kalt. Foto: Bühmann (2)
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Oktoberfest-Stimmung auf dem Platz vor der frisch installierten Taarstedter Brauerei - das ließ niemanden kalt. Foto: Bühmann (2)

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03. September 2012, 03:59 Uhr

Taarstedt | Das war fast schon ein Vorgriff auf das Münchner Oktoberfest - im Kleinen natürlich. Doch ein echtes "O-zapft-is"-Feeling hatte offenbar die mehr als 1000 Besucher, die am Sonnabend auf den Platz der neu gegründeten Taarstedter Brauerei gekommen waren, erfasst. Für sie waren die ersten Kostproben der beiden neu etablierten Biersorten offenbar genauso spannend wie für die drei Brau-Freunde Arne Eggert, Hieronymus Kotsch und Enrico Kleist selbst. Das Urteil der Konsumenten war ihnen wichtig und wohl auch überaus ermutigend: Sowohl das "steife Nordische" als auch das "milde Dunkle" kamen so gut an, dass der Wunsch nach mehr bald deutlich spürbar wurde.

So wurden beim Braufest insgesamt 1200 Liter frisch Gezapftes verkostet. Anschließend galt es, "kritische Bewertungen" auf Umfragebögen festzuhalten. Die Anmerkungen reichten von "herrlich süffig" und "das schmeckt sogar meiner Frau" bis hin zu "gern noch etwas süßer". Viele der sachkundigen Urteile wollen die drei Bierbrauer gleich in die nächste Rezeptur einfließen lassen. "Wir planen bereits eine dritte Sorte", kündigt Arne Eggert an.

Angetan von der neuen amtseigenen Biermarke zeigte sich Bürgermeister Hans-Werner Berlau, zugleich Amtsvorsteher des Amtes Südangeln. Das volle Bierglas in der rechten Hand, die Ehefrau im linken Arm, sagte er anerkennend: "Es gefällt mir, dass wir eine Brauerei in unserer Gemeinde haben."

Doch es war wohl nicht nur das Bier allein - die Brauerei-Gründer hatten auch ein gutes Händchen für Programm-Zutaten, die den Spaßfaktor vervielfachten: Dazu gehörten der Feuerwehrmusikzug Westerakeby, zwei Rockbands ("The Ages" und "Biggi Bigg" aus Hamburg) und viel Gegrilltes zum Essen.

Nicht nur Taarstedt war auf den Beinen, viele Gäste kamen von weiter her - und blieben. Manche sahen die spätsommerliche Sonne untergehen - und, nach einer Vollmondnacht, auch wieder aufgehen.

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