Schleswig : Ostern 2016 zieht das Krankenhaus um

Helios-Regionalgeschäftsführer Dr. Jan Leister vor dem Eingangsbereich der neuen Klinik.
Helios-Regionalgeschäftsführer Dr. Jan Leister vor dem Eingangsbereich der neuen Klinik.

An der St. Jürgener Straße beginnt jetzt der Innenausbau für die neue Schleswiger 400-Betten-Klinik.

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06. Mai 2015, 17:08 Uhr

Die Umzugspläne für das neue 400-Betten-Krankenhaus werden konkret. „Als Termin fassen wir die Osterferien 2016 ins Auge“, sagt Helios-Regionalgeschäftsführer Dr. Jan Leister auf SN-Anfrage. Dann soll innerhalb von zwei Wochen die Klinik mit all ihren Patienten, Ärzten und Pflegern von der Lutherstraße in den dreiteiligen Neubaukomplex an der St. Jürgener Straße wechseln. Doch schon vorher, wenn die neuen Räume fertig gestellt sind, werde man medizinische Geräte, Betten und anderes Inventar dorthin schaffen.

Während dieser Umzugszeit wird eine Urlaubssperre für alle 815 Beschäftigten verhängt werden müssen, kündigt Leister an. Denn die Aktion erfordere von allen nicht nur logistisches Können, sondern es werde auch darum gehen, Patienten professionell zu begleiten. Darunter Schwerkranke sowie Patienten an der Beatmungsmaschine, die dann von der Intensivstation im alten Haus mit Hilfe von speziellen Rettungswagen in die neue Klinik befördert werden. Das gigantische Umzugsmanöver beunruhigt Leister, wie er sagt, nicht so sehr. „Denn wir haben innerhalb des Helios-Konzernes schon mehrere Neubauten begleitet, ebenfalls Umzüge, und dies zuletzt in Northeim. „Das hat immer reibungslos geklappt“, betont er.

Wie wird sich das neue Krankenhaus den Patienten und Mitarbeitern präsentieren? Der Hauptzugang befindet sich im Gebäudeteil ganz rechts (von der St. Jürgener Straße aus gesehen): ein hoch verglaster Eingangsbereich, durch den man zum Empfang und zur Aufnahme gelangt und auch zur geräumigen Cafeteria mit einer großen Terrasse davor. Ein Stockwerk höher sollen dann Geburtshilfe, Gynäkologie sowie Kinder- und Jugendmedizin ihr medizinisches Reich erhalten, erläutert der Chefarzt der Abteilung, Frank Liedke. Der mittlere Bauteil soll – von unten nach oben – die Radiologie, fünf OP-Säle, Chirurgie und die Innere Medizin aufnehmen. In dem Bauteil ganz links wird die zentrale Notaufnahme sein. Bis zu dem überdachten Eingangsbereich dort werden die Rettungsfahrzeuge vorfahren. In den Stockwerken darüber werden Intensivstation, Neurologie und die Innere Medizin etabliert sein.

„Notfallpatienten, etwa nach einem Verkehrsunfall, können gleich neben der Aufnahme geröntgt und – falls notwendig – auf derselben Stationsebene operiert werden“, erklärte Leister. Tatsächlich seien die Funktionsbereiche und das Wegenetz so aufeinander abgestimmt, dass Patienten effektiv versorgt werden.

Zu den Nasszellen, die im alten Krankenhaus auf einigen Stationen von Patienten schmerzlich vermisst werden, betont Leister: „Alle Krankenzimmer haben eigene Dusch- und WC-Kabinen.“ Im neuen Krankenhaus wird es 25 Einzel-, 96 Doppel- und 57 Dreibett–Zimmer geben. Einige medizinische Großgeräte wie Computer-Tomograph (CT) sollen bis zum Einzug neu angeschafft werden, andere werden mit hinübergenommen. „Für das Schleswiger Klinikum geben wir jedes Jahr eineinhalb bis zwei Millionen Euro für die medizinische Ausstattung aus, so dass wir ohnehin auf dem modernsten Stand sind.“

Was die Ausstattung der Patientenzimmer im Neubau angeht, sprechen die Helios-Vertreter von Hotelkomfort, den man dort vorfinden werde.

Für das neue Krankenhaus in Schleswig stellt das Land 50 Millionen Euro bereit. Und weitere 30 Millionen steuert der Helios-Konzern aus Eigenmitteln bei.


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