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Schleswiger Nachrichten

12. Dezember 2017 | 06:01 Uhr

Offizielle Etat-Zahlen sorgen für Verwirrung

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

von
erstellt am 16.Feb.2015 | 15:42 Uhr

Wie grausig die finanzielle Wirklichkeit durch die Turbulenzen bei der Einführung der doppischen Buchführung in den Gemeinden verzerrt werden kann, zeigte sich am Beispiel der 600-Seelen-Gemeinde Schnarup Thumby. Finanzausschussvorsitzende Edith Westphal musste bei der Vorstellung des Haushalts 2015 wieder einen Fehlbetrag ausweisen. Denn die Summe der Aufwendungen überstieg mit 727  200 Euro die Erträge um 56  100 Euro. Zusammen mit dem Fehlbetrag aus dem letzten Jahr weist der offizielle Finanzplan am Ende 2015 ein Loch von 88  600 Euro auf. Doch weder bei Bürgermeister Andreas Bonde noch bei seiner Finanzministerin lösten diese Zahlen betroffene Gesichter aus. Denn es ist bekannt, dass das letzte Jahr durch unerwartete Eingänge nicht mit einem Minus, sondern mit einem Überschuss von rund 150 000 Euro endete. Und das würde bedeuten, dass die Gemeinde Schnarup Thumby, deren finanzielle Schwierigkeiten schon Tradition haben, an diesem Jahresende mit einem Plus von 100  000 Euro im Finanzplan dastehen wird. Da aber der entsprechende doppische Jahresabschluss noch nicht zur Verfügung steht, kann das im Haushalt nicht berücksichtigt werden.

Die Mandatsträger vertrauten aber auf die vorläufigen Zahlen und investierten 3000 Euro in neue Spielgeräte auf dem Spielplatz und ein zweites Tor für den Bolzplatz. Außerdem werden 3365 Euro an Vereine und Verbände ausgeschüttet.

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