„Offene Ateliers“ zum Schauen und Schnacken

Die „Bunte Linde“ ist für sie Ausdruck von Lebensfreude: Solvej Wetjen, Gesine Piotter,  Elke Hergert, Andrea Regener und Anja Erichsen (v.li.) wünschen sich viele Atelier-Besucher.
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Die „Bunte Linde“ ist für sie Ausdruck von Lebensfreude: Solvej Wetjen, Gesine Piotter, Elke Hergert, Andrea Regener und Anja Erichsen (v.li.) wünschen sich viele Atelier-Besucher.

Am kommenden Wochenende laden Arnisser Kunstschaffende interessierte Besucher in ihre Häuser ein

shz.de von
29. November 2013, 00:34 Uhr

„Von Werkstatt zu Werkstatt“ heißt es, wenn Arnisser Kunstschaffende für morgen und Sonntag, 1. Dezember, jeweils von 11 bis 18 Uhr zu den „Tagen der offenen Ateliers“ in ihre Häuser einladen. Die viel beachtete Idee hat sich offenbar durchgesetzt. Bereits zum fünften Mal gibt es die „Tage der offenen Ateliers“. Anfangs waren es drei Frauen – jetzt sind es acht, die Besucher zum Schauen und Schnacken erwarten. Und in diesem Jahr ist nicht allein die Linden-, sondern auch die Schulstraße an der Aktion beteiligt.

Bei einem Rundgang wird deutlich, dass Deutschlands kleinste Stadt mit nicht einmal 300 Einwohnern viel zu bieten hat – die Vielfalt ihres Schaffens wollen die Frauen bei ihrer gemeinsamen Sache zeigen. Da geht es um Handwerk, Kunst und Design – und vor allem um Kreativität.

Mit dabei ist wieder Andrea Regener (Lange Straße 19) mit Kleidung und Mode, im Allgemeinen mit Handgenähtem aus ihrem Schneideratelier in Arnis. Sie hat eine Linde vor ihrer Tür mit Filz umnäht: Der Baum mit buntem Stamm ist nicht nur ein farbenfroher Hingucker, sondern für sie auch ein Symbol von Lebensfreude und Individualität.

Erstmals lädt Professorin Elke Hegert (Lange Straße 11) in ihr Atelier ein. Was den Besucher dort erwartet, sind Malerei und Kunst-Gespräche. Erlesene Fundstücke aus aller Welt wie Ketten und Armbänder finden die Atelier-Besucher bei Dorte Jaich (Lange Straße 25). Beim Thema „Kunst in Arnis“ steht der Name Brigitte Wollert (Lange Straße 27) für Holzschnitte und somit für ein uraltes Handwerk und edle Papiere. Feingedrehtes formschönes Steinzeug gibt es in der Keramikwerkstatt von Gesine Piotter (Lange Straße 38) zu sehen – ein vielseitiges Handwerk mit der ihr eigenen persönlichen Note. In ihrer Töpferei stellt als „Buten-Arnisserin“ auch Floristin Hilke Möller aus Rabenkirchen-Faulück aus. Sie ist von Anfang an dabei und schwört auf Naturmaterialien.

Erstmals bei den „offenen Ateliers“ geben die beiden Schulstraßen-Bewohnerinnen Anja Erichsen (Hausnummer 102) und Solvej Wetjen (104) ihre Visitenkarte ab. Dabei steht der Name Erichsen für „Große Schätze für kleine Schätze“ – fröhliche Kinderstoffe, Webbänder, besonderes Nähzubehör, Kissen und Deko-Accessoires. Solvej Wetjens Spezialitäten sind „wunderbare Habseligkeiten“, die es genäht, gestrickt oder handgefertigt gibt.

Der Besucher sollte sich in Arnis auf Entdeckertour begeben. Erstaunlich, wie viele Ateliers es dort gibt, wunderte sich in den vergangenen Jahren so mancher Besucher und kam zu dem Schluss, dass diese Kreativität mit sehr viel persönlichem Ambiente der kleinen Stadt sehr gut zu Gesicht steht.

Zum Abschluss der beiden „Tage der offenen Ateliers“ lädt der Touristikausschuss für Sonntag, 1. Dezember, ab 18.30 Uhr in das Rathaus zu einem Abend der Folkmusik mit dem Folk-Club Angeln ein. Und weil das am ersten Advent ist, würde Vorsitzender Hans-Joachim Schock sich freuen, wenn die Arnisser ihren Häuserfronten ein wenig vorweihnachtliche Stimmung verleihen.






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