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Schleswiger Nachrichten

22. Oktober 2017 | 14:29 Uhr

Nun doch keine Komplettsperrung

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Parkhaussanierung: Bürgermeister sorgt für Verwirrung und muss dafür Kritik einstecken

shz.de von
erstellt am 28.Aug.2013 | 00:31 Uhr

Die Neuigkeit dürfte bei vielen Schleswigern für Erleichterung sorgen – oder für Verwirrung: Wie Bürgermeister Thorsten Dahl am Montagnachmittag vor dem Hauptausschuss bekannt gab, wird das Parkhaus am Schwarzen Weg während seiner Sanierung doch nicht komplett gesperrt werden. Stattdessen ist eine schrittweise Sanierung umsetzbar, wie Dahl in einem Telefonat mit einem Mitarbeiter des Bauamtes am Montagmittag erfuhr.

Allzu lange konnte der Bürgermeister diesen Erfolg allerdings nicht feiern. Rasch wurden im Ausschuss Stimmen laut, die die Veröffentlichungspolitik zum Thema Parkhaus kritisierten. Von vielen Seiten kam der Vorwurf, dass Dahl durch vorschnelles Handeln eine hitzige Debatte in Schleswig ausgelöst habe. Durch die Stellungnahme zur Sperrung des Parkhauses auf seinem Blog habe er diese sogar verstärkt. Dahl verteidigte sich, dass ihn täglich Dutzende Anfragen zu diesem Thema erreichen würden und er auf diesem Weg die Bürger über den Stand der Dinge informieren wolle. Hintergrund der Kritik war, dass das Rathaus am Mittwoch vergangener Woche verlauten ließ, dass eine Sanierung des Parkhauses in Teilschritten geplant sei. Bei einem Pressegespräch am Freitagmorgen wurde diese Aussage zurückgenommen. Eine Sanierung wäre wegen des bröckelnden Betons nur im Ganzen durchsetzbar. Die neueste Entwicklung bei der Parkhaus-Sanierung gab der Bürgermeister dann vor dem Hauptausschuss unter Tagesordnungspunkt 7, „Bericht der Verwaltung“, bekannt. In einer Sache waren sich jedoch alle Anwesenden einig: Vor dem nächsten Pressegespräch soll ein ausgereiftes Konzept erstellt werden, um ein Hin und Her wie zuletzt zu verhindern.

Ein konkretes Gesamtkonzept bestehe zwar noch nicht, aber Teilaspekte befänden sich bereits in der Planung. Dahl erklärte, es müssten Maßnahmen ergriffen werden, um die weiterhin benutzbaren Stellflächen und die dort parkenden Autos vor dem Staub der Bauarbeiten zu schützen. Des Weiteren will der Bürgermeister im Laufe der Woche ein Gespräch mit der Besitzerin der Asgaard-Brauerei, Sybille Schmid-Sindram, führen. Das Ziel ist es, die Stellplätze rund um die Brauerei für die Dauer der Sanierung für die Öffentlichkeit verfügbar zu machen. Auf diese Weise will Dahl den Wegfall der Parkmöglichkeiten in der Nähe der Innenstadt reduzieren. Um das drohende Verkehrschaos weiter zu entschärfen, empfahl der Bürgermeister, dass Erwerbstätige vorübergehend außerhalb der Innenstadt parken könnten, um möglichst viele Stellplätze für Kurzzeit-Besucher bereit zu stellen. Doch nicht nur die logistischen Probleme, auch die Finanzierung des Projekts, das mit 4,8 Millionen Euro zu Buche schlagen soll, war Thema seiner Ausführungen.

Laut Dahl müsse darüber diskutiert werden, ob das kostenfreie Parkangebot angesichts der Sanierungskosten weiterhin tragbar sei. Inwiefern die nun doch schrittweise erfolgende Sanierung die kalkulierte Gesamtdauer von zwei Jahren beeinflusst, wurde nicht erwähnt.

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