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Schleswig : Nospa will sich von Immobilien trennen

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Bedingt durch den Stellenabbau stehen mehrere Büros der Sparkasse leer. Das Verwaltungsgebäude am Capitolplatz ist für 4,5 Millionen Euro zu haben.

Es gehört sicher zu den prägendsten Bauten der Schleswiger Innenstadt: das Verwaltungsgebäude der Nord-Ostsee-Sparkasse (Nospa) an der Ecke Stadtweg/Capitolplatz. Mit seinem markanten Tonnendach überragt es nicht nur die meisten der umliegenden Häuser. Durch diese besondere, moderne Architektur hebt es sich auch rein optisch von seiner Nachbarschaft deutlich ab. Das wird auch künftig so bleiben, allein der Besitzer soll nach Wünschen der Nospa wechseln. Denn diese hat für den Gebäudekomplex, zu dem auch ein großer zum Lornsenpark ausgerichteter Anbau gehört, keine Verwendung mehr. Deshalb wird das Objekt, das über eine Nutzfläche von rund 3300 Quadratmetern verfügt, nun im Internet zum Kauf angeboten. Preis: 4,5 Millionen Euro.

„Durch die fusionsbedingte Neuaufstellung der Nospa, die auch eine Straffung der betriebswirtschaftlichen Prozesse beinhaltet, tun sich im Bereich Personal Lücken auf. Da wird zwangsläufig nicht mehr jedes Gebäude gebraucht. Und gerade bei so einem großen Haus wie am Capitolplatz kann man natürlich einiges an Betriebskosten einsparen“, erklärt Nospa-Sprecher Burkhard Lauritzen auf SN-Nachfrage. Man habe sich ein langfristiges Programm auferlegt, das unter anderem den Abbau von bis zu 90 Vollzeitstellen bis zum Jahr 2020 vorsieht. „In diesem Prozess sind wir zurzeit mittendrin“, sagt Lauritzen. Ziel sei es, einen Personalbestand von 800 Vollzeitstellen zu erreichen. „Wenn man bedenkt, dass viele unserer Mitarbeiter in Teilzeit arbeiten, bedeutet das rund 1000 Köpfe.“ In erster Linie soll der Stellenabbau über Fluktuation und Renteneintritte erreicht werden.

Für den Schleswiger Nospa-Standort in der Innenstadt bedeutet dies, dass sämtliches Personal am sogenannten „Finanzmarkt“ in der Ladenstraße konzentriert wird. Dort wurde bereits umgebaut, damit Platz geschaffen wird für sämtliche Mitarbeiter, die bislang noch auf der gegenüberliegenden Straßenseite untergebracht waren oder noch sind. Zudem wurde, so Lauritzen, eine große Abteilung (Sachbearbeitung für die Vertriebsbereiche) in das Nospa-Gebäude am Ratsteich, in dem unter anderem das Callcenter seinen Sitz hat, verlegt. „Der Umzug geschieht Schritt für Schritt“, sagt der Sprecher. Einen konkreten Auszugstermin wird es aber erst dann geben, wenn ein Käufer zugeschlagen hat. „Es gibt bereits diverse ernsthafte Anfragen von Interessenten, derzeit ist aber noch nichts in einer wirklich konkreten Verkaufsphase.“

Bei einer zweiten Immobilie in Schleswig, von der sich die Nospa ebenfalls trennen möchte, sieht das ein wenig anders aus. So steht auch die Filiale in der Breslauer Straße zum Verkauf. Für 120  000 Euro, so steht es im Internet zu lesen, ist die rund 230 Quadratmeter große Bürofläche im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses zu haben. „Eigentlich ist die Immobilie schon seit 2015 in der Vermarktung, die aber sehr schleppend verlief, weil den Interessenten lange kein konkreter Übergabetermin genannt werden konnte“, sagt Lauritzen. Das jedoch ist nun anders: Am 19. Juni wird die Filiale geschlossen – weil an diesem Tag die neue „Regionaldirektion Schleswig-Nord“ der Nospa im erweiterten Einkaufszentrum bei Real eröffnet wird. „Jetzt gibt es für die Immobilie in der Breslauer Straße Interessenten, mit denen die Verhandlungen in einer konkreten Phase sind. Einen finalen Vertragsabschluss gibt es aber noch nicht“, sagt Lauritzen, der keine Namen von möglichen Nachnutzern nennen möchte.

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erstellt am 16.Mai.2017 | 07:31 Uhr

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