Husum und Schleswig : Nospa mit Bilanz zufrieden

Der Nospa-Sitz in Schleswig: Das Geldinstitut beschäftigt mehr als 1000 Mitarbeiter.
Der Nospa-Sitz in Schleswig: Das Geldinstitut beschäftigt mehr als 1000 Mitarbeiter.

47 Millionen Euro Gewinn: Der Vorstand der Nord-Ostsee-Sparkasse präsentiert den Jahresabschluss.

shz.de von
25. Juni 2018, 17:51 Uhr

Landrat Wolfgang Buschmann kam aus dem Loben gar nicht mehr heraus. „Ein tolles Jahr, ein tolles Ergebnis und eine tolle Leistung“, bescheinigte der Verwaltungsratsvorsitzende und Zweckverbandsvorsteher den Mitarbeitern der Nord-Ostsee-Sparkasse (Nospa). Zuvor hatte der Vorstandsvorsitzende Thomas Menke auf der Zweckverbandsversammlung in Schleswig den endgültigen Abschluss für das Geschäftsjahr 2017 präsentiert. Und der fällt laut Menke positiv aus.

Die Nospa konnte ihr Kreditgeschäft um rund zwei Prozent auf 5,2 Milliarden Euro ausbauen. Vor allem Firmenkunden und Bauherren hätten zu dieser Entwicklung beigetragen, so Menke. Die Kundeneinlagen stiegen auf 4,3 Milliarden Euro – ein Plus von fünf Prozent. Dagegen sank der Zinsüberschuss um vier Prozent auf rund 106 Millionen Euro. Eine Folge der andauernden Niedrigzinsphase, wie der Vorstandsvorsitzende ausführte. Allerdings habe man die Auswirkungen durch ein Wachstum im Provisionsgeschäft (plus 12 Prozent) und sinkende Sach- und Personalkosten mehr als ausgleichen können.

Mit dem Betriebsergebnis von 47 Millionen Euro (nach Abzug von Steuern) liege man im Mittelfeld der schleswig-holsteinischen Sparkassen, erläuterte Menke, der für das laufende Geschäftsjahr mit einem weiteren Wachstum im Kreditgeschäft rechnet. „Nicht ohne Stolz können wir sagen, dass wir zufrieden sind mit dem Abschluss 2017.“

Allerdings sei man immer noch ein Institut, das unter Beobachtung stehe, erklärte er mit Verweis auf die schwierige Vergangenheit, als die Nospa nach der Übernahme der maroden Flensburger Sparkasse selbst zum Stützungsfall geworden war. Allerdings gebe es berechtigte Hoffnungen, dass die Nospa spätestens übernächstes Jahr aus der Supervision durch die Europäische Zentralbank herausfalle. Positiv sei, dass es bei der Prüfung der aktuellen Jahresbilanz durch den Sparkassen- und Giroverband keinerlei Beanstandungen gegeben habe. Dies sei keine Selbstverständlichkeit.

Die Nospa ist in der Region mit 40 Filialen und mehr als 50 Selbstbedienungsstandorten vertreten. Nicht mehr dazu gehören werden demnächst Großsolt und Oeversee. Die dort jeweils zusammen mit der VR Bank betriebenen SB-Filialen würden zum Monatsende geschlossen, kündigte Menke an. Die Nutzung der Geldautomaten sei in den vergangenen Jahren derart stark zurückgegangen, dass sie sich betriebswirtschaftlich nicht mehr rentierten. Der nächste Geldautomat sei für die Kunden aber nur wenige Kilometer entfernt, betonte Menke – und erntete von den Mitgliedern Zustimmung für die Entscheidung des Vorstands. Dort, wo es sinnvoll sei, werde man aber auch an den SB-Filialen festhalten und gegebenenfalls auch in diese investieren, versprach Menke.

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