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Magen-Darm-Infektion : Noroviren – Anstieg auch im Kreis Schleswig-Flensburg

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Heftiges Erbrechen und heftiger Durchfall – diese Symptome treten auch im Kreis Schleswig-Flensburg vermehrt auf.

In Schleswig- Holstein haben sich im November ungewöhnlich viele Menschen mit dem Norovirus infiziert. Auf eine deutlich gestiegene Infektionsrate auch im Kreis Schleswig-Flensburg weist dabei die Krankenkasse IKK hin. Im diesjährigen November wurden fünf Infektionen gemeldet, drei Infektionen mehr im Vergleich zum Vorjahr. Bundesweit wurden im November mit mehr als 14  500 Fällen Infektionen gezählt. Das veröffentlichte das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem aktuellen Epidemiologischen Bulletin. Das sind fast doppelt so viele wie im Durchschnitt der vorherigen fünf Jahre.

Im nördlichsten Bundesland wurde im November dieses Jahres bei 370 Schleswig-Holsteinern eine Infektion mit dem hochansteckenden Magen-Darm-Erreger festgestellt. Im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor waren es nur 143 Infektionen.

„Der Grund für die vermehrten Ansteckungen mit dem Norovirus ist nicht eindeutig geklärt“, sagt Peter Rupprecht von der IKK. „Das RKI hält aber als Ursache das Auftreten eines neuen Untertyps des Virus für möglich.“ Noroviren zählen zu den häufigsten Erregern von Magen-Darm-Infekten. Das Virus wird direkt von Mensch zu Mensch oder indirekt durch Kontakt mit Gegenständen, die von Erkrankten berührt wurden, übertragen. Die Inkubationszeit beträgt nur wenige Stunden.

Eine Norovirus-Infektion verläuft meist schnell und heftig und verursacht starkes Erbrechen und Durchfall. Diese akuten Symptome halten in der Regel ein bis drei Tage an. Medikamente oder eine Impfung gegen das Virus gibt es nicht. Auch wenn der Betroffene sich wieder fit fühlt, dauert es bis zu zwei Wochen, bis der Virus und damit die Ansteckungsgefahr verschwunden ist.

Da der Körper durch die Brechdurchfälle viel Flüssigkeit verliert, sollten erwachsene Betroffene ohne Vorerkrankungen reichlich trinken, am besten verdünnte Säfte, Kräutertee oder Brühe. Der wirksamste Schutz vor Ansteckung ist häufiges und sorgfältiges Händewaschen.

Außerdem sollte man im Moment auf den Handschlag oder das Küsschen zur Begrüßung verzichten. Ist ein Erkrankter in der Familie, sollte er eigene Seife und Handtücher verwenden und nach der Benutzung Toilette, Waschbecken und Türklinken desinfizieren. Viren an Kleidung und Wäsche werden bei einer 60-Grad-Wäsche abgetötet.

> Näheres auf www.rki.de

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erstellt am 23.Dez.2016 | 07:32 Uhr

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