Geländer irrtümlich entfernt : Noorbrücke: Absperrung hält Wanderer nicht auf

Blick von oben: Nicht einmal Schwindelfreie dürfen zurzeit die geländerlose Brücke überqueren - viele tun es aber trotzdem. Foto: Weiss
1 von 2
Blick von oben: Nicht einmal Schwindelfreie dürfen zurzeit die geländerlose Brücke überqueren - viele tun es aber trotzdem. Foto: Weiss

Das Betreten der Noorbrücke bei Schleswig ist verboten. Schließlich hat sie kein Geländer mehr, seitdem Arbeiter es irrtümlicherweise abgesägt hatten.

Avatar_shz von
24. April 2013, 10:17 Uhr

Selk/Busdorf | Das Passier-Verbot zwingt zum Umdrehen und bringt so manchen Läufer bereits in den frühen Morgenstunden auf die Palme. "Das nervt total. Seit drei Monaten ist die Brücke immer noch nicht repariert. Wir treffen hier täglich auf Unverständnis bei Touristen", sagt Nordic-Walkerin Heike C.. "Die sollen sich mal beeilen. Ich bin maximal genervt", pflichtet Joggerin Svenja L. ihr bei. Und auch Nordic-Walkerin Beate S. hofft auf eine möglichst schnelle Reparatur.

Bereits seit Mitte Januar ist die Noorbrücke im Verlauf des Rundwanderweges rund um das Haddebyer Noor wegen eines irrtümlichen Säge-Missverständnisses gesperrt. Jogger, Nordic-Walker, Spaziergänger und Touristen verlieren nun langsam die Geduld. Sie wollen endlich wieder die Rundstrecke ungebremst nutzen können.

Bauzaun bereits weggeräumt

Momentan deuten Bauzäune mit Hinweisschildern darauf hin, dass das Betreten der Brücke auf Grund des abgesägten Geländers und fehlender Haltegriffe aus Sicherheitsgründen nicht gestattet ist. Eigentlich - denn der Bauzaun mit Warnhinweis wurde zwischenzeitlich beiderseits von Bürgern, die die Brücke passieren wollten, zur Seite geräumt. Die Strecke wird trotz des Verbotes regelmäßig von Sportlern genutzt. Für schwindelfreie Menschen stellt die geländerfreie Überquerung in luftiger Höhe offenbar keine Herausforderung dar. "Aber so geht das nicht", sagt Lutz Döring von der Abfallwirtschaft Schleswig-Flensburg (ASF), der die Zäune bereits wieder an die richtige Stelle, nämlich direkt vor die Treppenaufgänge zur Brücke, rücken ließ. Die ASF ist im Namen des Servicebetriebes des Kreises für die Instandsetzung der beschädigten Brücke zuständig.

Döring bittet weiter um Geduld: "Wir warten auch darauf, dass es endlich losgeht und die Brücke repariert wird." Auf Grund des langen Winterwetters mit einhergehender örtlicher Überschwemmung hätten sich die eigentlich für März geplanten Reparaturarbeiten verzögert, sagt er. Auch die Regulierung des Schadens mit der Versicherung beansprucht mehr Zeit als erwartet.

Nun sollen die Arbeiten aber bald starten: Das Material sei bestellt und die Aufträge sind verteilt. "Sobald das Material eingetroffen ist, geht es los", verspricht Döring. Mit der Fertigstellung und Eröffnung der Wegstrecke rechnet er allerdings erst für Anfang Juni.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen