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Schleswig : Noch mehr Hilfe für junge Flüchtlinge

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Dannewerkschule baut ihr Integrations- und Sprachförderangebot aus – mit dem DRK-Kreisverband als Kooperationspartner.

Mit der erfolgreichen Arbeit in ihrem DaZ-Zentrum (Deutsch als Zweitsprache) hat sich die Dannewerk-Gemeinschaftsschule schon längst einen Namen auch außerhalb Schleswigs gemacht. Dabei allein soll es aber nicht bleiben: Deshalb haben deren Koordinatoren jetzt ein neues Projekt gestartet, das die Sprachförderung, Betreuung und Integration von Flüchtlingskindern und ihren Familien darüber hinaus noch weiter verbessern soll. So können die rund 70 DaZ-Schüler nun zusätzlich zum regulären Unterricht auch eine Hausaufgabenbetreuung oder Nachhilfestunden nach Schulschluss besuchen. Zudem gibt es für sie spezielle Ferienangebote – und auch die Eltern, die oft weniger gut Deutsch sprechen als ihre Kinder, werden in das neue Angebot einbezogen. Für sie gibt es jetzt viermal wöchentlich eine Beratungssprechstunde in der Schule, um sie und ihre Kinder bei der Integration und Sprachförderung noch besser unterstützen zu können. „Es ist wichtig, dass wir möglichst die ganze Familie mitnehmen bei diesem Prozess – gerade mit Blick auf das Vertrauensverhältnis zur Schule“, erklärte Schulleiterin Andrea Schönberg gestern bei der Vorstellung des Projektes.

Dass die Erweiterung des Angebotes für Flüchtlinge in diesem Maße überhaupt möglich war, verdankt die Dannewerkschule dabei einer Kooperation mit dem DRK-Kreisverband. Dieser hatte sich für die Teilnahme an einem vom Kieler Bildungsministerium und der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände initiierten Förderprogramm für Flüchtlingskinder beworben. 1,5 Millionen Euro stehen dafür landesweit zur Verfügung. Neben der Dannewerkschule profitieren im Kreis Schleswig-Flensburg nun auch die Gemeinschaftsschulen in Kropp, Satrup und Tarp von dem Programm. „Wir haben die Gelder nicht nur für das laufende, sondern auch schon für das kommende Jahr zugesichert bekommen“, erklärte DRK-Geschäftsführer Kai Schmidt, der zudem von einem „tollen und sinnvollen Projekt“ sprach.

Das bestätigten auch dessen Koordinator Rainer Krause, der an der Schule unter anderem als sogenannter ehrenamtlicher „Seniorpartner“ aktiv ist, sowie Stefan Brömel, Leiter des DaZ-Zentrums, und Lehrerin Ann-Christin Jessen, die die Hausaufgabenbetreuung übernommen hat. „Die Schüler nehmen das Angebot sehr gut an. Sie kommen freiwillig, weil sie etwas lernen möchten. Das macht diese Aufgabe so angenehm“, sagte sie. Stefan Brömel ergänzte: „Es hilft den Kindern persönlich sehr viel weiter, und gleichzeitig wird der Regelunterricht entlastet.“

Auch Mohammad Ahmadi kommt regelmäßig zur Hausaufgabenhilfe. „Das ist gut für mich“, sagte der 15-jährige Afghane in fast perfektem Deutsch. Auch die 13-jährige Syrerin Evin Mohammad ist regelmäßig da. „Wenn ich im Unterricht etwas nicht verstanden habe, wird mir hier geholfen.“ Das wüssten auch ihre Eltern, die ebenfalls schon zur Beratung in der Dannewerkschule waren.

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erstellt am 11.Dez.2015 | 18:42 Uhr

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