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Schleswiger Nachrichten

23. Oktober 2017 | 10:53 Uhr

"Noch ein Foul und du fliegst, Papa"

vom

Der gut besuchte Elternnachmittag beim Sportcamp auf den Königswiesen gab Einblicke in das Können der Nachwuchssportler

shz.de von
erstellt am 01.Aug.2013 | 04:59 Uhr

Schleswig | Bernd Andresen kam ganz schön ins Schwitzen. Seine Tochter Jana ließ keine Gnade walten: Sie deckte ihn hartnäckig, hing sich immer wieder an seine Fersen. Aber auch wenn er fast einen Meter über sie hinausragte - beim Basketball nicht unerheblich - waren die Nachwuchssportler in den roten Shirts ihren Eltern zahlenmäßig doch klar überlegen. Und nicht nur das: Regelsicherer waren sie auch. "Das war ein Foul", schrie einer der kurzen Basketballer zu Andresen, woraufhin der sich erst einmal von einem der ehrenamtlichen Betreuer erklären lassen musste, was er falsch gemacht hatte. "Noch ein Foul und du fliegst raus, Papa", mahnte ihn sein Sprössling.

Neben Jana Andresen nehmen in dieser Woche 316 Kinder am dritten Schleswiger Sport-Camp teil. Sie lernen fünf Tage lang jeweils eine für sie neue Sportart kennen. Gestern Nachmittag waren die Eltern eingeladen und kamen nicht nur auf dem Basketballfeld ins Schwitzen. Alle 18 Sportarten zeigten sich von ihrer besten Seite: "Heute Nachmittag stehen die Eltern nicht nur am Rand, sondern sind hautnah dabei", erklärte Jens Gieselmann, Initiator des Camps. Ob beim Rundlauf an der Tischtennisplatte, als Stützpfeiler einer Menschenpyramide, im Begleitboot der Nachwuchssegler oder auf dem BMX-Rad - hunderte Eltern haben sich von der begeisternden Atmosphäre des Camps anstecken lassen.

Und der Initiator kam aus dem Strahlen gar nicht mehr heraus: Die 600 spontan bestellten Regenponchos wurden bisher nicht gebraucht, für Freitag ist so gutes Wetter vorhergesagt, dass die große Abschlussveranstaltung zum ersten Mal unter freiem Himmel stattfinden soll (14.30 Uhr Alleestadion, Suadicanistraße) und im kleinen Sanitätszelt gab es bisher nur Kleinigkeiten zu tun. Mückenstiche und sogar ein Fall von Heimweh seien vorgekommen. Obwohl jeder zu Hause übernachtet, sind die Sportler täglich zehn Stunden zusammen in Aktion. Das schweißt zusammen! Der Teamgeist war auch gestern auf dem Camp-Gelände nicht zu überhören: Immer wieder lautstarke Anfeuerungsrufe, begeisterter Jubel und Teams, die eng zusammenkamen, um sich einzuschwören.

Auch Papa Andresen war mehr als zufrieden: "Es ist klasse, was die hier aufgezogen haben", sagte er und lobte die hervorragende Betreuung. Was seine Jana in den drei Tagen schon gelernt hat? "Die Angst vor großen Bällen ist komplett verschwunden."

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