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14-Jährige hat eigenes Label : Nicht ohne ihre Nähmaschine: Mika Lange ist Schubys „Deko-Queen“

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Mika Lange näht seit zwei Jahren und fertigt unter dem Labelnamen „MiLa“ mittlerweile Auftragsarbeiten an.

shz.de von
erstellt am 07.Jan.2016 | 18:50 Uhr

Langeweile kommt bei Mika Lange aus Schuby nicht so schnell auf. Bevor das passiert, hat die 14-Jährige schon Nadel und Faden in der Hand. Mika hat sich das Nähen von ihrer Oma Anne Henningsen (73) in den Osterferien vor zwei Jahren zeigen lassen, als sie nichts mit ihrer Freizeit anzufangen wusste. „Um erstmal herauszufinden, wie das Nähen und die Nähmaschine an sich funktionieren“, erinnert sich Mika, sollte eine einfache Tasche das erste handgemachte Stück werden. Dass sie mit diesem Hobby mittlerweile Auftragsarbeiten – nicht nur für die Verwandtschaft – entgegennimmt und ehrenamtlich bei Nähkursen für Kinder mithilft, war da noch nicht abzusehen.

„Ich kann immer neue Ideen entwickeln“, begründet die Schubyerin ihren Spaß an der Handarbeit. Auch die Geduld, die sie dabei aufbringen muss, stört sie nicht. „Alles muss ordentlich sein, schnell machen geht nicht“, erklärt die Schülerin, die sonst in ihrer Freizeit als Fußballerin und Leistungsturnerin viel in Bewegung ist.

Mika Lange an ihrer Nähmaschine.
Mika Lange an ihrer Nähmaschine. Foto: fri
 

Mutter Heidi Lange (44), die ihre Tochter liebevoll „Deko-Queen“ nennt, ist stolz auf Mika, die sich Stoffe und weitere Nähutensilien mit Babysitten und dem Verkauf von selbst genähten Dingen verdient und auch die „Overlock“-Nähmaschine selbst bezahlt hat. „An mir ist das Talent leider vorbeigegangen“, sagt sie und lacht. Schließlich sind es vor allem die Großeltern, die ihre Enkeltochter unterstützen. Während die Oma Mika zu diesem Hobby gebracht hat und ihr bei der Ausführung mit Rat und Tat zur Seite steht, unterstützt Opa Hans-Detlef Henningsen (77) sie nach Kräften, indem er kleine Holzleisten und ganze Bilderrahmen herstellt. Diese verwendet Mika dann, um ihren Stoffkreationen freien Lauf lassen zu können.

„Am kreativsten kann ich bei Kissen und Taschen sein. Das gefällt mir am besten“ sagt die 14-Jährige und zeigt einige selbstgemachte Teile aus ihrem Fundus. Auch Kleidungsstücke wie Jumpsuits, Röcke und Sweatshirts sind für sie keine Herausforderung mehr. Ihr gesamtes Jugendzimmer ist dem Hobby gewidmet. Ein reiches Sortiment an Materialien steht ihr zur Verfügung. Und seit Weihnachten hat sie auch endlich ihren eigenen persönlichen Labelnamen, mit dem sie jedes handgemachte Stück kennzeichnet: „MiLa“.

Mikas Anleitung für ein Stoffherz

Benötigtes Material: doppelt gelegter Stoff mit den Maßen 20 x 20 Zentimeter (rechts auf rechts); Füllwatte; Dekoband; Schere, Faden, Nähmaschine.

Zuerst wird eine Herzschablone mit Nadeln auf dem Stoff festgesteckt und dann herzförmig  ausgeschnitten. Dann werden die Stofflagen mit geradem Stich zusammengenäht und dabei nur eine kleine Öffnung gelassen. Als nächstes muss das Herz gewendet und über die Öffnung mit Füllwatte gestopft werden. Dann wird alles festgesteckt und eventuell ein Band  in die Öffnung gelegt und anschließend alles vernäht.

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