zur Navigation springen

140 Wohnungen an den Königswiesen : Neues Quartier nimmt Form an

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Bauausschuss stellt wichtige Weiche für Projekt an den Königswiesen / Investoren hoffen auf Fertigstellung bis 2018

Selten waren sich die Mitglieder des Bauausschusses so einig. Es sei eines der bedeutendsten Projekte für die Weiterentwicklung der Stadt in den kommenden Jahren, meinte Vorsitzender Klaus Bosholm (SPD), als es in der jüngsten Sitzung des Gremiums um die Pläne für die Bebauung des großen Areals zwischen den Königswiesen und der Brauerei ging. Eine Einschätzung, die auch die Vertreter der anderen Fraktion teilten. Sie alle lobten die Entwürfe von Architekt Paul Sindram. Der hat das seit Jahrzehnten brach liegende Gelände, das seiner Mutter Sybille Schmid-Sindram (Waterkant-Immobilien) gehört, komplett überplant – und dabei offenbar den Geschmack der Ausschussmitglieder getroffen. Denn am Ende sprachen sie sich einstimmig für die entsprechende Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes (Nr. 20 B) für das Gebiet aus.

Insgesamt sieben Häuser sollen dort bis zum Jahr 2018 entstehen. Das zumindest hofft Sindram, der einen Baubeginn für Anfang 2016 anpeilt. „Dann soll das ganze Projekt möglichst in einem Rutsch fertiggestellt werden. Das ist für alle Beteiligten, auch die Nachbarn, das Beste“, erklärte seine Mutter gestern auf SN-Nachfrage. Dafür wiederum brauche man eine gute und gründliche Vorplanung. Denn tatsächlich hat das gesamte Bauvorhaben eine für Schleswig außergewöhnliche Dimension. Insgesamt 140 Mietswohnungen (vom Ein-Zimmer-Appartement bis hin zur Dreieinhalb-Zimmer-Wohnung) sollen auf dem Areal entstehen. Die meisten davon sind in drei großen Appartementhäusern geplant, die sich v-förmig zur Schlei hin öffnen. Drei kleinere Häuser sind zwischen dem sogenannten Zwei-Grad-Haus, das bereits am Eingang zu den Königswiesen steht und in dem Sindram sein Büro hat, und der Domschule geplant. Hinzu kommt ein Dienstleistungszentrum, das auf dem „Waterkant-Platz“ direkt an der Königstraße entstehen und eine Nutzfläche von 1300 Quadratmetern haben soll.

Insgesamt dominieren bei den Entwürfen helle Klinker und Glas. „Nur beim Dienstleistungszentrum sind wir noch nicht ganz sicher. Dessen Gestaltung ist auch abhängig von der späteren Nutzung“, erklärte Schmid-Sindram. Auch ein neues Verkehrskonzept für das gesamte Gebiet hat ihr Sohn bereits erstellt. So ist unter anderem am Strandweg eine vorgeschaltete Ampel geplant, um den Verkehr von dort aus geregelt auf die Königstraße zu lenken.

Johannes Thaysen (Grüne) lobte nun im Ausschuss, dass durch die Pläne eine Durchlässigkeit des Geländes gewährleistet sei. Eine Meinung, die auch Klaus Bosholm (SPD) teilte. Er betonte zudem, dass von dem Bau von hochwertigen, aber bezahlbaren Mietswohnungen im Herzen der Innenstadt gerade diese enorm profitieren könnte. „Das ist gut für die Kaufkraft und damit gut für Schleswig“, meinte er und fügte an: „Ich glaube, dieses Projekt kann erfolgreich werden.“ Das wiederum hofft auch Helge Lehmkuhl von der CDU. Er wünschte sich deshalb, ebenso wie Thaysen, Bosholm und Rainer Wittek (SSW), dass die Umsetzung der Pläne „möglichst schnell“ über die Bühne geht. Dem konnte sich auch Bürgermeister Arthur Christiansen anschließen. Denn: „Dieses Projekt ist auch eine Botschaft nach außen. Schleswig kann sich weiterentwickeln – und macht es auch.“ Mehr Menschen in die Innenstadt zu holen, „das wird für eine spürbare Belebung sorgen“, meinte er.

Sybille Schmid-Sindram und ihr Sohn freuten sich über das einstimmige Votum der Politiker und darüber, dass ihre Pläne „so positiv begleitet“ würden. Man habe seit Beginn der Planungen mit offenen Karten gespielt und immer sämtliche Fragen beantwortet. Auch mit dem Bauamt habe man „sehr konstruktiv und zielführend zusammengearbeitet“, sagte Sindram, der auch deshalb zuversichtlich sei, dass man die wenigen Punkte, bei denen es noch offene Fragen gibt, gemeinsam klären werde. Ende des Jahres könnte dann bereits Baurecht erteilt werden.

 

zur Startseite

von
erstellt am 10.Sep.2015 | 07:05 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen