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Schleswig : Neues Leben im alten Kreiswehrersatzamt

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Gewoba Nord eröffnet an der Moltkestraße das „Quartier 36“ mit einem Restaurant, das ab Mitte April auch für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

von
erstellt am 01.Apr.2017 | 17:49 Uhr

Nach gut einem Jahr Umbauzeit ist aus dem ehemaligen Kreiswehrersatzamt an der Moltkestraße das „Quartier 36“ geworden. Mit einem Empfang feierte die Baugenossenschaft Gewoba Nord gestern die offizielle Eröffnung des sanierten Gebäudes, das sie 2014 für 600  000 Euro von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) gekauft hatte. 5,5 Millionen Euro habe man in den Umbau investiert, erklärte Gewoba-Vorstand Dietmar Jonscher. Der Name „Quartier 36“ ist das Ergebnis eines Wettbewerbs unter den Gewoba-Mitarbeitern. Er setzt sich zusammen aus den für Schleswig typischen „Quartier“-Bezeichnungen und der Hausnummer 36.

Einige der geladenen Gäste konnten sich gestern mit einem Lachen im Gesicht noch gut daran erinnern, wie sie selbst einst in dem 1880 errichteten Kasernengebäude, das später zum Kreiswehrersatz wurde, auf ihre Tauglichkeit für den Militärdienst hin gemustert wurden. Jetzt haben sich dort auf einer Fläche von mehr als 370 Quadratmetern mehrere Unternehmen und Einrichtungen eingemietet. So hat sich im zweiten Stock die Gewoba-Tocher BUD (Bau- und Dienstleistungsgesellschaft) niedergelassen. Eine Etage tiefer hat das Ingenieursbüro Rücken & Partner Räume bezogen. Im Erdgeschoss befindet sich der ADS-Kindergarten „Quartierchen“, in dem 35 Jungen und Mädchen betreut werden. Ebenfalls im Parterre stellen ein Kiosk und das Restaurant „Kulinar 36“ ein Highlight im Gebäude dar. „Unser Hintergedanke war es, dass wir unsere Mitarbeiter auch mit der Möglichkeit zu gesundem Essen an uns binden“, sagte Jonscher.

Die Idee einer ausgewogenen Work-Life-Balance spiegelt sich auch im Obergeschoss wider, wo die Gewoba ein Fitnessstudio und einen Massagebereich für ihre Mitarbeiter eingerichtet hat. 100 Angestellte aus dem „Quartier 36“ sowie der benachbarten Gewoba-Verwaltungszentrale können die Einrichtungen nun täglich nutzen. Und wer mal übernachten muss, für den steht eines der sechs Hotelzimmer im Gebäude zur Verfügung. „Das ist unsere Definition von flexibler Arbeitszeit“, fasste Jonscher die verschiedenen Angebote im „Quartier 36“ zusammen.

„Das zeichnet Sie als Unternehmen aus“, lobte Bürgermeister Arthur Christiansen die praktizierte Mitarbeiter-Fürsorge. Er nannte die Gewoba „einen der ganz wichtigen Akteure hier vor Ort“. Für die Stadt seien solche Projekte wie das „Quartier 36“ „immens wichtig“. Christiansen drückte seine Hoffnung aus, dass die Gewoba auch das weiter unten an der Moltkestraße gelegene ehemalige Martin-Luther-Krankenhaus erwirbt. Eine entsprechende Absichtserklärung habe man unterschrieben, sagte Jonscher. „Wir müssen sehen, was daraus wird.“

Die Öffentlichkeit könne das Restaurant im „Quartier 36“ ab Mitte April nutzen, kündigte Jonschers Vorstandskollege Steffan Liebscher an. In der Anfangsphase werde man montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr „eine ausgewählte Speisekarte mit Trendfood-Gerichten“ sowie einen wöchentlich wechselnden Mittagstisch anbieten. „Wir freuen uns, mit diesem Projekt einen Ort der Begegnung geschaffen zu haben.“

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