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Schleswiger Nachrichten

17. Dezember 2017 | 01:57 Uhr

Neues Gerätehaus für Jarplunds Wehr

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Handewitter Finanzausschuss ebnet den Weg für Neubau an der Europastraße / Kosten von knapp 800 000 Euro

shz.de von
erstellt am 09.Sep.2014 | 13:52 Uhr

Rund ein Jahr beschäftigen sich die politischen Gremien bereits mit dem Feuerwehrgerätehaus im Ortsteil Jarplund. Jetzt wurde noch einmal lebhaft diskutiert und die Argumente ausgetauscht, dann fasste der Handewitter Finanz- und Wirtschaftsausschuss mehrheitlich einen Empfehlungsbeschluss für den am kommenden Dienstag tagenden Gemeinderat. Der Kernpunkt: An der Europastraße, nördlich anschließend an eine Betonfirma, soll ein neues Gerätehaus für die Feuerwehr Jarplund errichtet werden.

Im Vorfeld waren drei Optionen abgeklopft worden: Neben dem neuen Standort stand auch der Umbau der bisherigen Immobilie am Tastruper Weg zur Debatte. Ebenso thematisiert wurde eine Fusion der beiden Ortswehren Jarplund und Weding zu einer neuen Löscheinheit, die dann einen gemeinsamen Sitz erhalten würde, um mittelfristig ein Gebäude einzusparen. Unter den Blauröcken löst ein solches Gedankenspiel allerdings alles andere als Begeisterung aus.

Diese Abneigung war aber nicht der Grund, weshalb der Ausschuss vom Zusammenschluss zweier Ortswehren abrückte. Auch nicht die Kosten für eine neue größere Feuerwehrwache von deutlich über einer Million Euro, sondern vielmehr feuerwehrrechtliche Erwägungen. Der Knackpunkt war die Hilfsfrist von zehn Minuten, binnen derer jeder Punkt im Löschbezirk erreicht werden muss. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass die Einsatzkräfte zunächst mit ihren Privatautos – also ohne Blaulicht – zum Gerätehaus fahren müssen. Eine Arbeitsgruppe, die Kreiswehrführer Mark Rücker unterstützte, untersuchte mehrere potenzielle Standorte, sah aber keinen, von dem aus die Hilfsfrist eingehalten werden könnte.

Das kommunale Gremium konzentrierte sich deshalb auf eine Lösung im Ortsteil Jarplund. Für den Neubau liegt ein Kostenvoranschlag von 773 000 Euro vor. Für die umfangreiche Sanierung des derzeitigen Feuerwehr-Domizils gibt es eine Kostenschätzung, die sich auf 591 000 Euro beläuft. „Dann wären dennoch nicht alle Mängel beseitigt“, betont Bürgermeister Thomas Rasmussen. Ein gravierendes Problem: Das Grundstück ist so eng, dass sich ankommende und abfahrende Fahrzeuge ins Gehege kommen können.

In der Europastraße soll eine Ringstraße um das neue Gebäude gelegt werden. Ein weiterer Vorteil ist die Lage. „Der Weg zu den öffentlichen Einrichtungen und zur technischen Hilfe auf der Bundesstraße 200 wird kürzer“, erklärt der Ausschuss-Vorsitzende Gerhard Beier. „Zukünftig ist das Gerätehaus mitten im Ort.“ Zudem soll es so gebaut werden, dass theoretisch eine gewerbliche Nachnutzung möglich wäre, falls das Löschwesen in Handewitt irgendwann in ferner Zukunft eine Neukonzeption erfahren sollte.

Nach einem „Go“ durch den Handewitter Gemeinderat könnte das Bauleitplanverfahren in Gang gesetzt werden. Mit dem Bau des Gerätehauses soll im kommenden Jahr begonnen werden, da 2016 oder 2017 für Jarplund ein neues, größeres Fahrzeug angeschafft werden soll.

Unklar ist, was mit dem Gebäude am Tastruper Weg passieren wird. Abriss und Wohnungsbau lautet die bisherige Marschroute. Es liegt aber auch ein Antrag von DLRG und TSV Jarplund-Weding für ein Vereinsheim vor. Die Angelegenheit soll im Schul- und Sportausschuss erörtert werden.

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