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Süderfahrenstedt : Neuer Gastwirt gibt seinen Einstand

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Gemeinde begrüßt Pächter des Dorfkrugs „Zum Langsee“ / Ausschuss empfiehlt Neubau des Lokals

Ab morgen hat die Gaststätte „Zum Langsee“ wieder geöffnet, und bereits Sonntagabend gab der neue Gastwirt Joachim Elsing aus Nübel für Nachbarn und Offizielle seinen Einstand. Er bedankte sich für überwiegendes Entgegenkommen im Ort, wo er in wenigen Monaten auch wohnen werde. Besonders bedankte er sich bei Lars Kristensen, der ihn „hartnäckig gedrängt hat, die richtige Entscheidung zu treffen“ und mit seiner Firma ehrenamtlich die Wohnung über der Gaststätte saniere.

Auch Bürgermeister Heinrich Mattsen, der im gemeindeeigenen Gasthof der eigentliche Hausherr ist, lobte das Engagement von Kristensen, dessen ganze Familie sich mächtig in dieses Projekt eingebracht habe, „damit die Leute der Umgebung wieder ihr Geld in unserem Dorf lassen können“. Präsente hatte er ebenfalls für Rosi Buss und Frauke Frank, die in der wirtslosen Zeit das Haus geheizt, gelüftet und für feste Nutzergruppen geöffnet hatten.

Wehrführer Jürgen Paulsen betonte das von häufigen Treffen geprägte gute Verhältnis der gegenüber „wohnenden“ Feuerwehr zur Gastronomie. Er entlockte Joachim Elsing sogar das Versprechen, wie seine Vorgänger bei Alarm das Einsatzauto schon mal rauszufahren.

Für die Jäger überbrachte Heinrich Clausen ein Willkommensgeschenk. Man habe viele gemeinsame Termine: „Darüber reden wir direkt miteinander und verhandeln nicht über Facebook“, was neuerdings bei einigen in Mode gekommen sei.

Damit spielte Clausen auf Entwicklungen an, wegen derer sich Gemeindevertreter am Rande der Einweihung zu einer Besprechung zurückzogen: Der Pachtvertrag war nämlich schon zu einem Zeitpunkt abgeschlossen, zu dem die laufende Arbeit des Ausschusses „Zukunft unserer Gaststätte“, der von der kommunalen Wählergemeinschaft zur Analyse des Baubestands der Gaststätte eingesetzt worden war, seine Arbeit noch nicht beendet hatte. Dieser hatte nun kürzlich seine bisherigen Ergebnisse in einer öffentlichen Versammlung präsentiert und dem Gemeinderat dabei Sanierungskosten für den Gasthof in Höhe von 410  000 Euro vorgelegt wie auch Kostenvoranschläge für einen weitaus günstigeren Neubau (320  000 Euro). Es wurde zudem vorgeschlagen, diesen über Gewerbesteuereinnahmen der beiden neuen Windkraftanlagen zu finanzieren. Die Gemeindevertreter lehnten diesbezügliche „Schnellschüsse“ ab: Man sei vorab über das Finanzierungsmodell nicht informiert gewesen. Sobald der Ausschuss das gesamte Zahlenmaterial zur Verfügung stelle, werde man sich aber gründlich damit auseinander setzen, hieß es.

Irritiert zeigten sich alle, weil zwischenzeitlich auch eine Skizze aufgetaucht war, die das neue Gaststättengebäude ohne Saalvorbau zeigt. Das sei überhaupt nicht verhandelt worden und stehe so lange nicht zur Debatte wie ein Gastwirt den Betrieb führe, hieß es von Seiten der Gemeindevertreter. Und ein neuer Pächter sei ja nun da: Joachim Elsing wird den Gasthof mittwochs, freitags, sonnabends und sonntags von 17.30 Uhr bis 22 Uhr öffnen sowie zusätzlich sonntags von 11.30 Uhr bis 14.30 Uhr. Andere Termine sind nach Vereinbarung und in Absprache möglich (Tel. 0162  /  1872 153).

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