zur Navigation springen
Schleswiger Nachrichten

24. November 2017 | 06:54 Uhr

Amtswechsel : Neuer Bürgermeister für Busdorf

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Peter Seemann tritt am 31. Juli die Nachfolge von Ralf Feddersen an, der Leitender Verwaltungsbeamter im Amt Haddeby wird.

Peter Seemann wird neuer Bürgermeister der Gemeinde Busdorf. Der 64-Jährige pensionierte Bankkaufmann löst Ralf Feddersen zum 31. Juli ab. Feddersen übernimmt einen Tag später die Nachfolge des Leitenden Verwaltungsbeamten Knud Hansen im Amt Haddeby. Im Zuge des Amtswechsels wird Feddersen ebenso den Posten des Amtsvorstehers abgeben. Sein Nachfolger wird im Amtsausschuss unter den Delegierten der acht Gemeinden Haddebys voraussichtlich am 30. Juli gewählt.

Peter Seemann, der einstimmig gewählt wurde, engagiert sich in vielen Bereichen ehrenamtlich in der Gemeinde – seit fast 40 Jahren als Kassenwart des TuS Busdorf, im Vorstand des CDU-Ortsvereins und als langjähriges Gemeinderatsmitglied. Seine Ehefrau Hannelore Seemann, zwei Kinder und ein Enkelkind stärken dem zukünftigen Bürgermeister den Rücken.

Dieses Amt hatte sein Vorgänger Ralf Feddersen seit dem 22. Mai 1996 inne. Seine letzte Gemeinderatssitzung als Dorfoberhaupt nutzte der scheidende Bürgermeister, um Bilanz zu ziehen und Danke zu sagen. Der Abschied fiel dem 52-Jährigen offensichtlich schwer. Er fühle sich mit den Menschen in Busdorf verbunden. „Wir haben hier eine Form des wertschätzenden Miteinanders zum Wohle unserer Gemeinde entwickelt, wie ich sie mir kaum besser vorstellen kann“, sagte Feddersen im Mehrzweckraum der Margarethenwallschule. Die Entwicklung der Gemeinde Busdorf in den vergangenen 19 Jahren könne sich sehen lassen: die Einwohnerzahl sei stetig bergauf gegangen. 1996 zählte die Gemeinde weniger als 1600 Bürger, heute sind es rund 2100. Mit dem Gewerbepark Wikingerland seien mehr als 100 neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Den gesellschaftlichen Veränderungen folgend wurde das Betreuungsangebot für die Kinder immer wieder angepasst, der Schulverband Haithabu gegründet, ein Förderverein und eine Bücherei ins Leben gerufen. Neben der energetischen Sanierung der Schule wurde in die Verschönerung des Dorfes und in die Freiflächengestaltung am wikingerzeitlichen Achterwall investiert. Auch den Busdorfer Weihnachtsmarkt, das Seifenkistenrennen und die Straßenmeisterschaften nannte Feddersen.

Bei allen Aktivitäten habe er sich als Bürgermeister gerne vorne mit eingereiht, sagte Feddersen mit Tränen in den Augen, „einerseits weil es mir wirklich Spaß machte und andererseits, weil ich erleben konnte, wie sehr hierdurch die Dorfgemeinschaft zusammengewachsen ist.“ Eine für ihn persönlich „wunderbare Entwicklung“ habe das Verhältnis zwischen der Gemeinde Busdorf und dem Wikingermuseum, der oberen Denkmalschutzbehörde sowie dem Archäologischen Landesamt erfahren. „Partner und Freunde sind wir geworden. Und alle hoffen wir immer noch auf das Weltkulturerbe“, so Feddersen.

Abschließend richtete er persönliche Worte des Dankes an seine Wegbegleiter – und schließlich an seine Familie, seine Ehefrau Bettina und die Kinder und Enkelkinder. Dieter Henningsen, der Feddersen seit 19 Jahren als Vorsitzender des Bau-, Wege- und Umweltausschusses begleitete, dankte er ebenso. „Wie du diese Aufgabe gelebt und interpretiert hast, ist beispiellos und ging über all die Jahre deutlich über die Aufgabenerledigung hinaus“.

Auch Gemeindearbeiter Thorsten Ehlers erhielt warme Worte. „Hilfsbereit bis zur Selbstaufgabe, einer, der nur schwer nein sagen kann. Thorsten für unseren Bauhof einzustellen, war eine meiner besten Entscheidungen in all den 19 Jahren“.

Seinem Nachfolger Peter Seemann wünschte Ralf Feddersen viel Glück und Busdorf „eine gedeihliche und friedvolle Zukunft“.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen