Auf der Freiheit : Neue Pläne für den Hafen

Der Bootsliegeplatz gleich hinter der Haustür ist die große Attraktion des geplanten Innenhafens auf der Freiheit. Etliche Grundstücke wurden bereits  reserviert.
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Der Bootsliegeplatz gleich hinter der Haustür ist die große Attraktion des geplanten Innenhafens auf der Freiheit. Etliche Grundstücke wurden bereits reserviert.

Volker Schlüschen von Team Vivendi geht den nächsten Bauabschnitt bei der Gelände-Entwicklung an und arbeitet dabei mit dem Arnisser Wasserbauer Peter Eberhardt zusammen.

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30. November 2013, 09:00 Uhr

Langsam wird es knapp mit den Wohn-Grundstücken auf der Freiheit – jedenfalls im vorderen Teil des ehemaligen Kasernengeländes. Hier sind von 90 Grundstücken bereits 82 verkauft und deren Bebauung macht erkennbar täglich Fortschritte. Dieser Umstand ist einer der Gründe, warum sich Volker Schlüschen, nunmehr alleinverantwortlicher Projektentwickler von Team Vivendi wie der Auf der Freiheit GmbH, nach neuen Ressourcen umgesehen hat. Ergebnis: Er hat sie gefunden in dem Innenhafen, der seit langem östlich der Werkstraße auf Höhe der A.-P.-Møller-Schule (siehe Modell unten) geplant ist. Seine Realisierung nimmt in diesen Tagen Gestalt an.

Wichtigster Partner ist die in Arnis ansässige Deutsch-Dänische Wasserbau GmbH (DDW) von Peter Eberhardt. Die Firma mit jahrzehntelanger Erfahrung hat weltweit bereits ähnliche Projekte realisiert; seit dem 1. Dezember 2011 gibt es einen Baurahmenvertrag mit Team Vivendi. Dieser Vertrag wurde jetzt aktiviert. In einem Schreiben vom 8. Oktober des Jahres nennt Eberhardt die Bedingungen für den Bau: „Entlang des Innenhafens sind mindestens 20 Grundstücke verkauft. Hiervon ist ein Kaufpreis von insgesamt mindestens 1,4 Millionen Euro zu Gunsten eines Treuhandkontos geflossen, aus dem die Baukosten zu bedienen sind.“

Was noch wie Zukunftsmusik klingt, ist inzwischen offenbar sehr konkret. Von den 20 Grundstücken sind innerhalb weniger Wochen 18, überwiegend für Interessenten aus Stadt und Region, reserviert worden. Schlüschen: „Und bei sechs Reservierungen steht der Gang zum Notar unmittelbar bevor.“ Auch Eberhardt zeigt sich überzeugt: „Das ist ein sehr spannendes, Erfolg versprechendes Projekt. Dazu noch unmittelbar vor meiner Haustür.“

Insgesamt wird der Innenhafen 104 Grundstücke umfassen. Der Clou: Sie alle besitzen privaten Wasserzugang sowie einen Bootsliegeplatz. Für das Grundstück muss ein Kaufwilliger im Schnitt 130 000 Euro berappen, für Bootssteg samt Liegeplatz (der dann mietfrei ist) noch einmal 70 000 Euro. Die Liegeplatz-Gelder gehen auf das von Eberhardt gewünschte Treuhandkonto. Baubeginn, sofern alle Formalien erledigt sind, soll im Frühjahr 2014 sein.

Das Gelände ist, wegen der Nähe zum Wasser, nicht ganz einfach zu handhaben. Doch „größere bautechnische Probleme erwarten wir nicht“, sagt Eberhardt. Pfahlgründungen seien nicht notwendig; und die Schrägen zum Hafenbecken würden zu gutem Teil mit Geotextilien befestigt.

Hinter den Grundstückskanten, die als erstes ausgearbeitet werden (man rechnet mit bis zu 200 000 Kubikmetern Aushub), werden im Rahmen einer Gestaltungssatzung die Häuser gebaut. Mit Flachdach oder spitzgiebelig, in einem hellen, regional-typischen Ziegel, optisch akzentuiert durch die klassischen skandinavischen Farben.

Im Gegensatz etwa zu Port Olpenitz sind diese Häuser, betont Schlüschen, „ganz überwiegend als Eigentum vorgesehen“ – das sei eines der Alleinstellungsmerkmale des Binnenhafens auf der Schleswiger Freiheit. Wenn dort einmal die Masten im Wind klirren, werden bald zwei Drittel der alten Militärfläche umgestaltet worden sein. Öffentlicher Raum entsteht, bis auf zwei Treppenanlagen, durch den Innenhafen nicht. Der bleibt einem weiter südlich gelegenen „Marktplatz“ vorbehalten – es gibt noch viel zu tun.

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