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Landschaftsmuseum Unewatt : Neue Leiterin mit erster Saison zufrieden

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Im Landschaftsmuseum Angeln hält Leiterin Inga Latendorf an Bewährtem fest.

Es war ihre erste Saison im Landschaftsmuseum Angeln, insofern fehlt ihr der Vergleich. Gleichwohl ist Inga Latendorf, die am 1. März ihre neue Funktion als Leiterin antrat, sehr zufrieden. Dies gelte, wie sie unterstrich, insbesondere für die atmosphärisch gute Zusammenarbeit unter den 23 Voll- und Teilzeitmitarbeitern. Auch zu den Unewatter Bewohnern habe sie erste positive Kontakte geknüpft. Insgesamt gebe es ein ausgewogenes Zusammenspiel zwischen Museum, Dorf und der umliegenden Landschaft.

In der Saison von Anfang April bis Ende Oktober habe es neben dem normalen Museumsangebot viele Sonderaktionen gegeben. Latendorf möchte dabei aber keine besonders hervorheben. „Jede Aktion hat ihr Publikum gefunden.“ Überraschend gut angenommen worden seien allerdings die fünf „Sommerabend-Führungen“. Daher habe man sechs statt ursprünglich fünf geplanter Veranstaltungen angeboten. Alle endeten mit einem gemeinsamen Essen im Landgasthof.

Eine weitere Führung auf Plattdeutsch fand vormittags statt. Beteiligt an den Führungen hätten sich neben vielen Urlaubern auch zahlreiche Einheimische, die das Museum schon kannten, es nach eigener Aussage aber einmal aus einer anderen Perspektive erleben wollten. Die besucherträchtigste Veranstaltung sei wiederum der Herbstmarkt Anfang Oktober gewesen.

Für die Zukunft geht es nach Auffassung der Leiterin darum, nicht einzelne Events in den Vordergrund zu rücken, sondern die musealen Kernaufgaben im Auge zu behalten. „Das sind Sammeln, Bewahren, Forschen, Vermitteln und Ausstellen.“ Für den von der Kreiskulturstiftung erworbenen Christesenhof und sein Wohnhaus liege ein Nutzungskonzept vor. Um es umsetzen zu können, würden gegenwärtig die Anträge auf Förderung erarbeitet. Der weitere Fortgang hänge dann vom Umfang der zur Verfügung gestellten Mittel ab.

Erfreulich ist nach Latendorfs Worten die gute Vernetzung des Landschaftsmuseum mit bedeutsamen Institutionen der Region – wie dem Landesmuseum in Schleswig, dem Freilichtmuseum in Molfsee und der Fachhochschule Flensburg. Für 2016 kündigte sie an, die bewährten Angebote fortzusetzen. Dazu gehörten beispielweise „Klingendes Unewatt“ in Zusammenarbeit mit der Kreismusikschule und die Führungen. Erstmalig soll es im kommenden Jahr einen „Schaf-Tag“ des Landesverbandes der Schafzüchter geben.

In den ersten sechs Monaten an der Spitze des Museums führte Latendorf nicht nur eine Wochenendehe, sondern war auch Wochenendmutter für ihre Tochter. In den Sommerferien nun zog die Familie um und ist damit vollständig in der Landschaft Angeln angekommen.

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