zur Navigation springen
Schleswiger Nachrichten

17. Oktober 2017 | 13:54 Uhr

Schleswig : Neue Laufbahn für das Alleestadion

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Marode Leichtathletik-Sportstätte soll im kommenden Jahr für rund 200 000 Euro saniert werden. Denn Wettkämpfe zurzeit nicht möglich.

von
erstellt am 22.Okt.2014 | 07:01 Uhr

„Katastrophal!“ Ein Wort reicht Lothar Kühn, um den Zustand des Alleestadions auf den Punkt zu bringen. „Diese Sportstätte ist längst nicht mehr wettkampftauglich. Da muss dringend etwas passieren“, sagt der Leichtathletik-Trainer des TSV Schleswig. Voraussichtlich im kommenden Sommer, so sieht es momentan aus, wird sein Wunsch tatsächlich erfüllt. Dann soll das Alleestadion für knapp 200 000 Euro saniert werden. Im Haushaltsentwurf für 2015 sind im Budget 160 000 Euro für die Renovierung der Laufbahn eingeplant. Für weitere 36 000 Euro soll zudem eine automatische Bewässerungsanlage eingebaut werden.

Dringend notwendige Arbeiten, wie nicht nur Lothar Kühn findet. Auch Jörg Köpke betont, dass das Alleestadion – so wie es sich seit einigen Jahren präsentiert – den Ansprüchen an angemessene Wettkampfbedingungen längst nicht mehr gerecht wird. „Die ganze Laufbahn, insbesondere die Zielgerade, ist völlig kaputt. Da kann man nicht mehr vernünftig laufen, das ist zu gefährlich. Die Löcher im Belag sind echte Stolperfallen“, klagt der Vorsitzende des Kreisleichtathletikverbandes. Zuletzt hätte man deshalb bereits mehrere Wettkämpfe absagen müssen. „Man kann auf der Bahn nicht einmal Schuhe mit Spikes nutzen. Sie ist dafür einfach viel zu dünn – das war sie allerdings auch schon von Anfang an“, sagt Köpke.

Dieses Problem scheint man beim städtischen Bauamt inzwischen erkannt zu haben. So soll die Zielgerade bei den geplanten Sanierungsarbeiten einen komplett neuen Kunststoffbelag erhalten. Der Rest der Bahn soll zumindest in Teilflächen ersetzt werden. Zudem erhält die gesamte 400-Meter-Bahn eine neue Spritzbeschichtung sowie frische Linien. Parallel dazu sollen auch neue Entwässerungsrinnen und Ablaufkästen neben der Strecke eingebaut werden.

Die Bewässerung des Rasen soll ebenfalls verbessert werden. „Noch wird der Platz manuell mit Wasser gesprengt. Aber das dauert sehr lange. Außerdem sind die Regner sehr anfällig für Beschädigungen und Vandalismus“, sagt Rathaussprecherin Antje Wendt. Deshalb solle der Rasen künftig mit einer automatischen Bewässerungsanlage mit zwölf Regnern, Steuerung und Regensensor ausgestattet werden. Dafür könnte eventuell auch ein eigener Brunnen gebohrt werden.

Wenn die Ratsversammlung dem Haushaltsentwurf Ende des Jahres zustimmen sollte, könnten die Arbeiten bereits in den darauf folgenden Sommerferien vorgenommen werden. „Das wäre schön, wenn dann endlich mal was passiert“, sagt Jörg Köpke, der jedoch gleichzeitig hofft, „dass die Geschichte nicht genau so wie in Flensburg ausgeht“. Dort hatte man im vergangenen Jahr im städtischen Stadion ebenfalls zunächst nur Teile der Laufbahn ausgetauscht. Die Folge war ein Höhenunterschied zwischen Alt und Neu von bis zu einem Zentimeter, der – wegen der hohen Stolpergefahr – schließlich dazu führte, dass am Ende doch das komplette Rund erneuert werden musste.

Eine neue Hochsprunganlage, wie sie sich TSV-Trainer Lothar Kühn wünscht, steht derweil nicht auf der Renovierungsliste für das Alleestadion. Zumindest aber die verrotteten Sprungbretter an der Weitsprunganlage wurden kürzlich bereits ersetzt. „Allerdings hilft das wenig, wenn sie – wie früher – später nicht gewartet werden. Dann sind sie bald wieder hinüber. Sportanlagen müssen gepflegt werden“, betont Kühn.

 

 

 

 

 

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen