Energie sparen : Neue Lampen für die Altstadt

Schlicht, schlank und mehr als vier Meter groß: So präsentieren sich die 14 neuen Leuchten, die in diesen Tagen rund um den Dom aufgestellt wurden.
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Schlicht, schlank und mehr als vier Meter groß: So präsentieren sich die 14 neuen Leuchten, die in diesen Tagen rund um den Dom aufgestellt wurden.

Stadt hat rund um den Dom mit der Umrüstung der Straßenlaternen auf LED-Technik begonnen.

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03. April 2014, 15:00 Uhr

Lange wurde über sie diskutiert, jetzt endlich sind sie da: die neuen Lampen in der Schleswiger Altstadt. Anfang der Woche sind rund um den Dom insgesamt 14 mit energiesparender LED-Technik ausgerüstete Leuchten installiert worden. Seit gestern werden auch im übrigen Altstadtbereich neue Laternen montiert. „Diese Umrüstung geht nun fortlaufend weiter“, erklärt Rathaussprecherin Antje Wendt.

Seit dem Jahr 2011 wurden in Schleswig bereits 1960 Leuchten auf LED umgestellt. Inklusive der aktuellen Maßnahmen erhofft sich die Stadt dadurch künftig eine jährliche Stromkostenersparnis von rund 60 000 Euro. Entsprechend nimmt das Projekt – wie vom Landesrechnungshof gefordert – einen wichtigen Platz im Konzept des städtischen Energiesparmanagements ein. Allerdings hatte es im vergangenen Jahr im Bauausschuss mehrere längere Diskussionen darüber gegeben, welche Lampentypen wo in der Stadt aufgestellt werden sollten. Am Ende aber stand eine Einigung. Und so wird die Altstadt künftig mit dem Lampentyp „Grafing“ der Firma Bergmeister/Siteco erhellt, rund um den Dom stehen nun 4,5 Meter hohe Lichtsäulen der Firma Bega.

Mit letzterer Wahl ist Anwohner Heinz Wienbranck alles andere als einverstanden. „Mit diesen modernen Eisenstangen verschandelt man doch die wunderschönen alten Gebäude. Das passt doch gar nicht zusammen“, meint der Rentner, der von seinem Wohnzimmer aus die neuen Lampen direkt sehen kann. „Ich bin zwar schon alt, aber gucken kann ich noch ganz gut – und ein bisschen Geschmack hab’ ich auch noch“, meint Wienbranck und fügt an: „Die Dinger sehen ja aus wie Strommasten.“ Diese Einschätzung wiederum kann Dompastor Joachim Thieme-Hachmann nicht teilen. Im gefalle es, dass das Design der neuen Lampen „relativ neutral“ sei. „Eine gewollt altertümliche Version hätte mir sicher nicht so zugesagt.“ Aber über Geschmack ließe sich ja nicht streiten.

Rund 3000 Euro pro Stück kosten die schlanken schwarzen Lichtstelen, die den Dom nun einkreisen. Die Bergmeister-Lampen (im Teller-Design) kosten rund 1700 Euro pro Stück. Insgesamt hatte die Stadt für die Jahre 2011 bis 2013 rund 1,28 Millionen Euro für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung an Haushaltsmitteln eingeplant. Darin enthalten sind Bundesmittel aus dem Förderprogramm „Klimaschutztechnologien bei der Stromnutzung“ in Höhe von 25 Prozent (rund 320 000 Euro).

„Aufgrund von Kosteneinsparungen im Rahmen der Ausschreibung konnten wir jedoch deutlich geringere Preise erzielen“, sagt Antje Wendt. Dadurch würden rund 289 000 Euro zusätzlich zur Verfügung stehen. „Diese werden nun eingesetzt, um im Stadtgebiet weitere 289 Leuchten bis zu diesem Sommer umzurüsten.“

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