Schleswig : Neue Gesichter bei der SPD

Die Wahlkreiskandidaten der SPD (obere Reihe v.li.): Christoph Dahl (WK 4, Wahllokal Klinkerhof), Jürgen Lorenzen (WK 3, St.-Jürgen-Schule), Michael Manthey-Oye (WK6, Wilhelminenschule), Inke Asmussen (WK 10, BBZ), Jörg Smoydzin (WK 1, Jugendzentrum), Sönke Büschenfeld (WK8, Hiort-Lorenzen-Schule), Eike Ockert (WK14, Dannewerkschule), Fabian Bellinghausen (WK 11, Bruno-Lorenzen-Schule). Untere Reihe v.li.: Corinna Philippsen (WK 5, Kita Stadtfeld), Sönke Harders (WK 2, Gallbergschule), Stephan Dose (WK 7, Hiort-Lorenzen-Schule), Eckhard Haeger (WK 9, Schule Nord), Maren Korban (WK13, Dannewerkschule) und Horst Zingler (WK 12, Bugenhagenschule).
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Die Wahlkreiskandidaten der SPD (obere Reihe v.li.): Christoph Dahl (WK 4, Wahllokal Klinkerhof), Jürgen Lorenzen (WK 3, St.-Jürgen-Schule), Michael Manthey-Oye (WK6, Wilhelminenschule), Inke Asmussen (WK 10, BBZ), Jörg Smoydzin (WK 1, Jugendzentrum), Sönke Büschenfeld (WK8, Hiort-Lorenzen-Schule), Eike Ockert (WK14, Dannewerkschule), Fabian Bellinghausen (WK 11, Bruno-Lorenzen-Schule). Untere Reihe v.li.: Corinna Philippsen (WK 5, Kita Stadtfeld), Sönke Harders (WK 2, Gallbergschule), Stephan Dose (WK 7, Hiort-Lorenzen-Schule), Eckhard Haeger (WK 9, Schule Nord), Maren Korban (WK13, Dannewerkschule) und Horst Zingler (WK 12, Bugenhagenschule).

Sozialdemokraten wählen Kandidaten für die Kommunalwahl – erneut mit Stephan Dose an der Spitze.

shz.de von
02. Februar 2018, 07:00 Uhr

Drei Frauen auf den vorderen Listenplätzen, sechs Partei-Routiniers und daneben acht neue Kandidaten – damit zeigten sich die Schleswiger Sozialdemokraten zufrieden über die Aufstellung ihrer Listenkandidaten, mit denen sie ins Gefecht ziehen werden bei der Kommunalwahl am 6. Mai. Zufrieden auch sei man mit der Bilanz der politischen Arbeit, betonten Ortsvereinsvorsitzender Henrik Vogt und Fraktionschef Stephan Dose in der Mitgliederversammlung am Mittwoch im „Deutschen Hof“.

„Es ist nicht selbstverständlich, wie toll Ortsverein und Fraktion miteinander arbeiten“, sagte Vogt. Und von einer „Superstimmung innerhalb der SPD-Fraktion, in der keiner untergebuttert wird“, sprach Dose, der wieder als Spitzenkandidat antritt. Seit 2013 habe man „etwa 93 Prozent der Themen aus dem Wahlprogramm umsetzen oder zumindest anstoßen können“, führte er aus.

In der dreieinhalb Stunden dauernden Veranstaltung wurde von den Mitgliedern nicht nur der Entwurf für das neue Kommunalwahlprogramm der SPD einstimmig verabschiedet. Auch die von Orts- und Fraktionsvorstand vorgeschlagenen Listenplätze sowie die Direktkandidaten wurden ohne Gegenstimmen bestätigt. So folgt nach Stephan Dose Awo-Chefin Maren Korban auf Listenplatz 2, an dritter Stelle steht Bürgervorsteher Eckhard Haeger.

Zu den Newcomern bei den Direktkandidaten zählen Corinna Philippsen (auf Platz 4 der Liste) sowie Fabian Bellinghausen, 27 Jahre, Juso, Finanzausschuss-Mitglied (auf Listenplatz 8). Er wird es in seinem Wahlkreis mit Helge Lehmkuhl als Gegenkandidat von der CDU zu tun bekommen. Mit einigem Ehrgeiz will auch Maren Korban bei der Wahl ins Rennen gehen, um gegen CDU-Spitzenkandidat Holger Ley zu bestehen: „Ich habe 2013 mit nur einer Stimme Rückstand gegen ihn verloren“, meinte sie lachend, „deshalb probiere ich es nun nochmal.“ Wie Horst Zingler (Listenplatz 10) will auch sie sich für eine „menschenwürdigere Unterkunft der Obdachlosen in Schleswig“ stark machen.

„Wenn es die SPD nicht gäbe, wäre vieles nicht passiert in der Stadt“, meinte Dose, der auch dem Bauausschuss vorsteht. So habe die SPD 2015 im Gegensatz zur CDU beantragt, in der Theater GmbH zu verbleiben und geeignete Standorte zu suchen: „Ich bin überzeugt, dass wir nur deshalb noch Theaterstandort sind.“ Und auch beim Stadtmuseum gehe es der SPD in der nächsten Wahlperiode darum, dieses weiterzuentwickeln.

Zu „Hertie“: „Mein Kollege Ley von der CDU forderte, das Haus stehen zu lassen, um es so zu verkaufen. Wir aber wollten den Schandfleck weg haben, und so kann nun eine qualitätsvolle Innenstadtsanierung mit dem Abriss des Hauses beginnen.“ Im Bereich der Wohnbebauung habe es viele Skeptiker bezüglich des Berender Redders gegeben: „Aber der Erfolg gab uns Recht.“ Bei der Entwicklung auf der Freiheit werde man darauf achten, dass ein Hotelbau im B-Plan vorgesehen und der Schleiwanderweg fortgeführt werde. Außerdem: Keine Straßenausbau-Beiträge mehr, habe die SPD beantragt, – „doch die CDU weiß immer noch nicht so richtig, wie sich verhalten soll“.

Schwerpunkt der SPD-Arbeit jedoch bleibe der Bereich Soziales: „Wir sind es, die sich für die sozialen Vereine und Verbände einsetzen – wie Schulsozialarbeit oder niedrigere Kita-Beiträge.“ Beantragt worden sei von der SPD zudem die Unterstützung der Familienzentren im Friedrichsberg und in St. Jürgen. Denn die Sozialraumplanung habe aufgezeigt, wie dringend beide Stadtteile Hilfe benötigten. Dose: „Deshalb wollen wir im neuen Wahlprogramm spezielle Stadtteilfonds für sie einrichten, um das Leben dort weiter zu verbessern.“

Das Thema Wohnmobil-Stellplatz am Stadthafen rief Klaus Nielsky, Alt-Bürgermeister und selbst Wohnmobilist, auf den Plan. Davon, dass die Grünen diesen Stellplatz verlagern wollen an den Stadtrand , halte er gar nichts, sagte er. „Da hat Wolfgang Schoofs wirklich etwas Supertolles geschaffen, das auch in der Fachpresse mehrfach ausgezeichnet wurde. Diesen Stellplatz aufzugeben, wäre ein Unding.“ So nimmt die SPD ins Wahlprogramm auf, dass man sich für den Erhalt des Wohnmobil-Stellplatzes einsetze.

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